Streit um Kriegshandlung Syrien will israelischen Jet abgeschossen haben - Israel dementiert

Israel und Syrien streiten sich um den möglichen Abschuss eines Kampfflugzeugs. Die Angriffe hätten der Stadt Kiswa gegolten.

Maschinen der israelischen Luftwaffe (Archivbild)
REUTERS

Maschinen der israelischen Luftwaffe (Archivbild)


Einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge hat die syrische Armee ein israelisches Kampfflugzeug und vier Raketen abgeschossen. Dabei berief sich die Agentur auf syrische Sicherheitskreise.

Die Angriffe hätten der Stadt Kiswa gegolten. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters befinden sich Einrichtungen der Hisbollah, die von Israels Erzfeind Iran unterstützt wird, in der Region. Ein Sprecher des israelischen Militärs dementierte den angeblichen Abschuss des Kampfflugzeuges gegenüber Reuters: "Das ist falsch."

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete ebenfalls von Angriffen durch israelische Kampfflugzeuge, jedoch nicht von einem Abschuss. Die eine Stunde dauernden Angriffe richteten sich demnach gegen Positionen in südlichen und südwestlichen Vororten der Hauptstadt Damaskus sowie an der Grenze der Provinz Kuneitra im Süden des Landes. Zuvor hatten syrische Medien Schüsse der Flugabwehrsysteme gemeldet.

Der mögliche Angriff wäre der erste, seit Russland letzten Monat ein S-300-Luftabwehrsystem an seinen Verbündeten Syrien ausgeliefert hat. Im September hatte Syrien versucht, vier israelische F-16-Kampfjets mit dem veralteten S-200-Luftabwehrsystem abzuschießen - und dabei ein russisches Militärflugzeug vom Typ Iljuschin Il-20 getroffen. (Lesen Sie hier, wie der Vorfall den Verlauf des Syrienkriegs prägt.)

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Israel bombardiert seit Jahren immer wieder iranische Waffentransporte und Stützpunkte im Bürgerkriegsland Syrien - und greift auch syrische Stellungen tief im Hinterland an, die von iranischen Revolutionswächtern genutzt werden. 800 Luft- und Artillerieschläge auf 200 Ziele waren es alleinin den zurückliegenden eineinhalb Jahren.

kko/Reuters/Afp



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