Geheimbesuch in Moskau Assad bei Putin

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad ist zum ersten Mal seit Kriegsbeginn ins Ausland gereist - zu seinem Verbündeten Wladimir Putin. Die Präsidenten redeten laut Kreml über einen verlängerten Einsatz russischer Truppen in dem Bürgerkriegsland.
Geheimbesuch in Moskau: Assad bei Putin

Geheimbesuch in Moskau: Assad bei Putin

Foto: REUTERS/ RIA Novisti/ Alexey Druzhinin/ Kremlin

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Dienstagabend Baschar al-Assad in Moskau empfangen. Der syrische Machthaber habe sich zu einem "Arbeitsbesuch" in Moskau aufgehalten, teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch laut russischen Nachrichtenagenturen mit. Demnach diskutierten sie die gemeinsame militärische Linie im Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS) in Syrien und die russische Luftunterstützung für Vorstöße der syrischen Armee. Dabei sei es auch um eine Verlängerung des Einsatzes gegangen, meldete der Kreml.

Bei dem Treffen, das auf russischen Fernsehbildern festgehalten wurde, dankte Assad Putin für den Militäreinsatz in seinem Land. Assad drückte dem russischen Präsidenten seine "enorme Dankbarkeit" aus, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Er habe Putin zudem über die aktuelle Lage in seinem Land informiert. Alle Menschen in Syrien wollten die Zukunft des Landes mitgestalten, nicht nur die regierende Elite, sagte Assad demnach.

Dem Kreml zufolge sagte Assad, das russische Eingreifen habe geholfen, den "Terrorismus" einzudämmen. Die syrische Führung bezeichnet alle Aufständischen in dem Konflikt als "Terroristen".

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Syrischer Machthaber in Moskau: Assad auf Reisen

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Es ist das erste Mal, dass Assad nach Ausbruch des Bürgerkriegs in seinem Land 2011 ins Ausland gereist ist. Am Mittwoch soll er sich wieder in Syrien aufgehalten haben.

Russland unterstützt mit Luftangriffen die syrische Armee in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Bürgerkrieg. Moskau nennt die Terrormiliz IS als Hauptgegner, nach westlicher Einschätzung treffen die Angriffe aber vor allem andere Gruppen, die gegen Assad kämpfen.

vks/Reuters/dpa
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