Videospezial zum Massaker in Hula "Lasst uns gehen, die Sache ist erledigt"

Die Panzer kamen am Abend des 25. Mai und feuerten auf schutzlose Dorfbewohner: Beim Massaker in der syrischen Ortschaft Hula kamen 108 Menschen ums Leben, darunter viele Frauen und Kinder. SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter gelang es, mit Augenzeugen der Todesnacht zu sprechen.

Hamburg - Am 25. Mai starben bei einem Massaker im syrischen Hula 108 Zivilisten, darunter 48 Frauen und 34 Kinder. Nach Aussagen von Überlebenden wurden ganze Familien in ihren Häusern ermordet. Von Aktivisten ins Internet gestellte Videos zeigen zerfetzte und blutige Leichen in verschiedenen Wohnräumen. Einwohner machen für das Massaker die regimetreue Schabiha-Miliz verantwortlich.

Der Uno-Menschenrechtsrat verurteilte in einer ersten Reaktion die syrische Regierung von Machthaber Baschar al-Assad. Das Regime lehnte jedoch die Verantwortung für die Bluttat ab: "Terroristen" würden hinter dem Massaker stecken. Die Syrien-Kommission des Menschenrechtsrats kam später zu dem Ergebnis, dass sich nicht eindeutig nachweisen lasse, wer die Verantwortung für das Massaker trage. Die Beweislage sei unzulänglich.

SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter ist es gelungen, nach Hula zu reisen. Sechs Augenzeugen berichteten ihm, was sie an dem Tag erlebten. Ihre Aussagen legen nahe, dass das Regime hinter den Morden in Hula steckt.

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hen/dpa
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