Kampf gegen Aufständische Assads Truppen erobern weiteren Rebellenstützpunkt

Die Truppen von Syriens Staatschef Baschar al-Assad sind im Grenzgebiet zum Libanon weiter auf dem Vormarsch. Sie haben den letzten von Aufständischen gehaltenen Ort nahe der Stadt Kusair erobert und den Rebellen einen wichtigen Nachschubweg abgeschnitten.

Regierungspanzer in Bwayda: Viele tote Rebellen
AFP

Regierungspanzer in Bwayda: Viele tote Rebellen


Damaskus/Berlin - Bwayda war der letzte Ort zwischen Homs und dem Libanon in Rebellenhand, jetzt haben die Truppen von Syriens Diktator Baschar al-Assad auch dieses Dorf zurückerobert. Regierungssoldaten und verbündete Kämpfer der libanesischen Hisbollah haben den Ort am Samstag eingenommen und die Aufständischen vertrieben. Zudem seien zahlreiche Rebellen getötet oder gefangen genommen worden. Dies bestätigten syrische Medien und Sprecher der Opposition übereinstimmend.

Mit der Eroberung geht das Kalkül der Armee auf: Nachdem sie am Mittwoch die Rebellenhochburg Kusair erobert hatte, ermöglichten die Truppen vielen Aufständischen die Flucht in die nordöstlich gelegenen Dörfer Dabaa und Bwayda. Dort seien die Rebellen wesentlich ungeschützter und verwundbarer, sagte ein Hisbollah-Kommandeur voraus. Der Plan ging auf: Am Freitag fiel Dabaa, nun sind Assads Truppen in Bwayda eingerückt.

Damit kontrolliert die Regierung das syrisch-libanesische Grenzgebiet im Nordwesten wieder vollständig. Durch die Region verlief bislang eine wichtige Nachschubroute der Rebellen, diese ist nun gekappt.

Bombenanschlag in Homs

Bei ihrer Jagd nach Aufständischen macht Syriens Armee auch vor Staatsgrenzen keinen Halt. Am Samstag flog die Luftwaffe Angriffe auf Ziele im Nordosten des Libanon. Wie Sicherheitsbehörden in Beirut mitteilten, seien sechs Raketen in der grenznahen Stadt Arsal eingeschlagen. Tote oder Verletzte habe es nicht gegeben.

In der Stadt Homs, nur etwa 15 Kilometer von Bwayda entfernt, explodierte am Vormittag eine Autobombe. Dabei wurden sieben Menschen getötet. Der Angriff ereignete sich in einem mehrheitlich von Alawiten bewohnten Stadtteil und gilt als Hochburg von Assad-Unterstützern. Homs ist eine gespaltene Stadt: Die Rebellen halten den alten Stadtkern unter ihrer Kontrolle, die umliegenden Viertel sind in der Hand der Regierungstruppen.

syd/dpa/Reuters/AP

insgesamt 164 Beiträge
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kimba_2014 08.06.2013
1. optional
Das dürfte es dann bald gewesen sein mit dem aus dem Ausland finanzierten Terroraufstand. Glückwunsch an Assad, möge bald wieder Frieden in Syrien einziehen.
ziegenzuechter 08.06.2013
2. eine weitere bedeutende ortschaft befreit
Zitat von sysopAFPDie Truppen von Syriens Staatschef Baschar al-Assad sind im Grenzgebiet zum Libanon weiter auf dem Vormarsch. Sie haben den letzten von Aufständischen gehaltenen Ort nahe der Stadt Kusair erobert und den Rebellen einen wichtigen Nachschubweg abgeschnitten. http://www.spiegel.de/politik/ausland/syriens-armee-und-hisbollah-erobern-bwayda-bei-kusair-a-904539.html
befreit durch die truppen des syrischen volkes. die schreckensherrschaft der terroristen im libanesischen grenzgebiet ist damit geschichte. die kompakte und hochmotivierte syrische armee zieht weiter richtung aleppo und wird auch die restlichen gebiete syriens zügig von terroristen säubern. natürlich werden die terroristen noch lange in der lage sein durch feige autobomben unsicherheit und schrecken unter der zivibevölkerung zu erzeugen.
proanima 08.06.2013
3. Friedenskonferenz?
Zitat von sysopAFPDie Truppen von Syriens Staatschef Baschar al-Assad sind im Grenzgebiet zum Libanon weiter auf dem Vormarsch. Sie haben den letzten von Aufständischen gehaltenen Ort nahe der Stadt Kusair erobert und den Rebellen einen wichtigen Nachschubweg abgeschnitten. http://www.spiegel.de/politik/ausland/syriens-armee-und-hisbollah-erobern-bwayda-bei-kusair-a-904539.html
Die Terroristen-Konferenz der Heuchler und Profiteure wird wohl nun nicht stattfinden - da nicht mehr notwendig.
atze84 08.06.2013
4. wer glaubt Assad hat gewonnen
der siehe Irak!
kf_mailer 08.06.2013
5. Na geht doch
nicht alle ergeben sich den muslimischen Terroristen und die Bevölkerung will wohl am wenigsten einen neuen Gottesstaat. Ohne dessen Unterstützung wäre Assad nämlich schon längst weg.
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