Bürgerkrieg Syrische Rebellen töten Luftwaffengeneral

Syrische Rebellen haben im Kampf gegen das Regime von Machthaber Assad ein Attentat auf einen hochrangigen Vertreter des Militärs verübt. Abdullah al-Chalidi sei von Terroristen getötet worden, meldete der staatliche Rundfunk.


Damaskus/Istanbul - Das Attentat ereignete sich in der syrischen Hauptstadt Damaskus: Rebellen haben einen General der Luftwaffe getötet. Zu der Aktion bekannte sich eine Brigade der Regimegegner aus dem Damaszener Stadtteil Rukn al-Din.

In einer Erklärung, die im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht wurde, heißt es, die Brigade habe Al-Chalidi, den Leiter des Ausbildungszentrums in der Kommandozentrale der Luftwaffe, am Montag getötet. Bei der gleichen "Operation" sei auch ein Oberfeldwebel des Geheimdienstes der Luftwaffe getötet worden. Das staatliche Fernsehen nannte die Attentäter "Terroristen" - das Regime von Machthaber Baschar al-Assad wendet den Begriff auf die Rebellen an.

Das Militär geht offenbar immer aggressiver gegen die Rebellen vor. Aktivisten zufolge flog es am Dienstag erstmals einen Angriff mit einem Jagdbomber auf die Hauptstadt Damaskus. Es seien vier Bomben über dem Viertel Dschobar im Osten der Stadt abgeworfen worden, teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Explosionen waren in ganz Damaskus zu hören, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

In dem seit 19 Monaten dauerndenKonflikt in Syrien hatte das Militär in der Hauptstadt bisher nur aus Hubschraubern heraus angegriffen. Seit Montag gab es jedoch in der Umgebung von Damaskus bereits heftige Luftangriffe. Bei den Kämpfen in Syrien wurden seit Mitte März 2011 mehr als 30.000 Menschen getötet.

hen/Reuters/dpa

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sanctum.praeputium 30.10.2012
1.
Dieser Krieg wird wahrscheinlich noch viel länger dauern, als man noch vor wenigen Wochen annahm.
Onkel_Karl 30.10.2012
2.
Zitat von sysopDPASyrische Rebellen haben im Kampf gegen das Regime von Machthaber Assad ein Attentat auf einen hochrangigen Vertreter des Militärs verübt. Abdullah al-Chalidi sei von Terroristen getötet worden, meldete der staatliche Rundfunk. http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrische-rebellen-toeten-luftwaffengeneral-a-864365.html
Es ist ein Bürgerkrieg in Syrien und kein freundlicher Protest,ich kann immer noch nicht verstehen,wie wir diese Art von Widerstand gutheissen können. Es ist reiner Terror in Syrien,die Rebellen kommen nicht voran,weil die Bevölkerung gegen diese Banden ist,weil die Armee alle Viertel befreit hat und das leben der Syrier geht weiter,da zünden die Rebellen ihre Bomben,es hat doch nichts mehr mit Protest zu tun,alle Absprachen wurden gebrochen,die Rebellen sind zum Dialog oder Verhandlungen nicht bereit aber sonst kann man dieses Problem nicht lösen,die Welt muss anerkennen dass Syrier hinter ihrer Regierung stehen und nur durch Terror machen die Rebellen von sich aufmerksam. Welcher normaler Mensch wird den Rebellen dafür dankbar sein,dass sie Autobomben im Zentrum zünden... UN soll beide Seiten an einen Tisch zwingen,sie sollen verhandeln und ein Ausweg suchen,so sterben nur Unschuldige und nicht nur Assad verübt Verbrechen,solche Bombenangriffe und Attentate sind nicht zu tolerieren.
tobma 30.10.2012
3. nato otan
die nato bzw der westen hat syrien abgeschrieben. d.h. assad hat freie hand. ende und aus.
sarrazin4president 30.10.2012
4. Sie sind schlecht
Zitat von sanctum.praeputiumDieser Krieg wird wahrscheinlich noch viel länger dauern, als man noch vor wenigen Wochen annahm.
informiert. Spätestens seit dem der BND Chef vor Monaten verkündet hat, Assad hätte nur noch Minuten, kennt doch jeder aufgeklärte Mensch die Wahrheit. Das passiert, wenn sich aus unbedeutenden Bananenrepupliken Schwachsinnge zur Weltsituation äußern.
kölschejung72 30.10.2012
5. Interessant
die Wahl des Hauptthemas zum Syrienkonflikt bei SPON. "Vier Bomben auf Damaskus!" Bei anderen Medien stehen die Angriffe der FSA auf die Kurden und die sich daraus entwickelnden Kämpfe mit über 30 Toten zwischen beiden Gruppen in Aleppo und im Norden Syriens im Mittelpunkt. Es ist davon auszugehen, dass die Kurden nun als Konfliktpartei in den Krieg eintreten und den bewaffneten Kampf gegen die FSA - also die heldenhaften Freiheitskämpfer, die unbewaffnete Kurdische Demonstraten während einer Waffenruhe beschießen, aufnehmen. Den gleichen Fehler hatten die Islamisten auch im Irak gemacht, als sie dort rücksichtslos Zivilisten der lokalen Stämme angriffen, war das Ende des Islamistischen Spuks vorgezeichnet.
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