Armee-Hinterhalt Syrische Staatsagentur meldet 175 getötete Rebellen

Regierungstreue Milizen in Syrien haben mindestens 175 islamistische Rebellen getötet. Das melden staatliche Medien. Bei den Getöteten handele es sich um Kämpfer aus Saudi-Arabien, Katar oder Tschetschenien.


Damaskus - Sie lockten die Rebellen in einen Hinterhalt und töteten sie: Wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldet, hat die syrische Armee 175 Aufständische in der Nähe von Damaskus angegriffen. Demnach waren die Rebellen in Richtung libanesischer Grenze unterwegs. Der Angriff wurde nach Oppositionsangaben von der schiitischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon angeführt, die Präsident Baschar al-Assad in dem seit drei Jahren anhaltenden Konflikt in Syrien unterstützt.

Die genauen Zahlen der Toten widersprechen sich jedoch: Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter in London bestätigte den Tod von mindestens 70 Rebellen. 89 weitere würden demnach als vermisst gelten.

Das staatliche syrische Fernsehen zeigte Bilder von getöteten Männern, bei denen es sich um Aufständische handeln soll. Die Kämpfer hätten islamistischen Milizen angehört. Die Gruppierungen widersprachen ebenfalls der staatlichen Darstellung: Ein Sprecher der Islamischen Front erklärte etwa, die syrischen Medienberichte seien "Teil eines Propagandakrieges". In Wirklichkeit habe es nur "einige kleine Scharmützel alltäglicher Art" gegeben.

Der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge wurden in dem Konflikt bislang 140.000 Menschen getötet. Allein bei Kämpfen unter den Rebellengruppen selbst seien seit Jahresbeginn rund 3300 Menschen ums Leben gekommen.

vek/dpa/Reuters

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aljoschu 26.02.2014
1. Die falschen Freunde
Wird man sich über diese Nachricht aus Syrien in den USA nun freuen oder wird man gegen den Diktator Assad zetern? Freuen, weil es doch die radikalen Islamisten, die erklärten Erzfeinde der USA getroffen hat - Zetern, weil das ein Etappensieg für den Diktator Assad, den Erzfeind der USA bedeutet. Wie muss man bescheuert sein, um sich außenpolitisch in einen solchen Schlamassel zu manövrieren? Super USA! Auch daran kann man erkennen: Die USA sind nicht von irgendwelchen grundlegenden Prinzipien geleitet, sondern allein von ihren machtpolitischen Interessen. Fragt sich: Wollen wir Freunde (aka: Vasallen) dieser "Freunde" sein? Vergessen wir nicht, Amerika hat keine Freunde. Und machen wir uns nichts vor: Es gibt für die nur Verbündete erster bis dritter Klasse - und wir kommen erst an dritter Stelle. Deshalb hält man uns auch in Schach (z.Z. hauptsächlich wirtschaftlich) und hetzt die Spürhunde der NSA auf uns.
karlomari 27.02.2014
2. Wortspielerei
Zitat von sysopRegierungstreue Milizen in Syrien haben mindestens 175 islamistische Rebellen getötet. Das melden staatliche Medien. Bei den Getöteten handele es sich um Kämpfer aus Saudi-Arabien, Katar oder Tschetschenien. http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrische-staatsagentur-meldet-175-getoetete-rebellen-a-955881.html
Die syrische Armee ist keine regierungstreue Miliz. Und SOHR hat die Anzahl der Toten bestätigt. https://www.facebook.com/syriahroe/posts/494403874001289 Und zum Begriff "Rebell" Ein Tschetschene in Syrien ist nichts anderes als Terrorist, das sollte sogar ein Spiegelredakteur begreifen. Benennt endlich diese ausländischen Kämpfer als das was sie sind. Viel interessanter ist die Meldung das der Machtkampf zwischen den radikalen Islamistengruppen in Syrien voll entbrannt ist. Denn der Anführer von Al-Nusra drohte der ISIS mit Rache. Er reagierte damit auf einen Anschlag auf einen Stützpunkt in der Provinz Aleppo am vergangenen Sonntag. Dabei war Abu Chalid al-Suri getötet worden. Er war angeblich vom Terrornetzwerk Al-Kaida in die syrische Provinz geschickt worden, um in dem Konflikt zwischen der ISIS und den anderen islamistischen Gruppen zu vermitteln. Quelle APA
Worldwatch 27.02.2014
3. Nachfrage
Zu, Zitat: "Allein bei Kämpfen unter den Rebellengruppen selbst seien seit Jahresbeginn rund 3300 Menschen ums Leben gekommen." Vor ein paar Wochen meldete Spon, auch aufgrund von Nachrichtenorganisationen-Meldungen, dass die USA "Rebellen unterstuetzen" wolle. Aus der Erinnerung, mit "leichten Waffen bis Panzer brechenden Waffen", oder dergleichen. Frage nun: WELCHE "Rebellen" werden, oder wurden bislang, unterstuetzt? Von den USA, der "EU", bzw. Teilen der "EU", bzw. von wem und wie sonst??
habibilubnan 27.02.2014
4.
habe Videos im tv gesehen. Das war aber ein heftiger Angriff!
apalanca 27.02.2014
5. Fragt sich nur
was für eine Antwort darauf kommt... Wahrscheinlich kommt sie im "noch" schönen Libanon. Das ist eine Spirale... Die Hizbola als Terrororganisation unterstützt einen terroristischen Diktator, der sein Volk quält, vergiftet und ermordet. Wann hat dieses Treiben endlich ein Ende? Dieser Krieg hat Tausende von Weisenkinder verursacht! Aufhören!
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