Tagesvorschau Was Donnerstag wichtig wird

In Berlin treffen sich Union und Grüne, um die Chancen für eine Koalition auszuloten; das EU-Parlament stimmt über ein neues Grenzkontrollsystem ab; und die Polizei startet einen Großeinsatz gegen Raser mit mehr als 8500 Blitzern. Was sonst noch wichtig wird - der Überblick.


Brüssel macht weiter dicht

Flüchtlingskind in griechischem Lager: Europa baut seinen Grenzschutz aus
AFP

Flüchtlingskind in griechischem Lager: Europa baut seinen Grenzschutz aus

Die EU-Innenminister beklagen die Flüchtlingstoten von Lampedusa, wollen ihre Asylpolitik aber nicht ändern. Keine zusätzliche Aufnahme von Flüchtlingen, keine "humanitären Visa". Stattdessen gibt es mehr Geld für die Abschottung: An diesem Donnerstag steht im EU-Parlament das neue Grenzkontrollsystem Eurosur zur Abstimmung, es soll künftig bei der Suche nach Schiffbrüchigen helfen. Doch Kritiker sehen in dem teuren System eine unheimliche Überwachungsmaschinerie - von der Rüstungsfirmen profitieren, nicht Asylbewerber.

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Schwarz und Grün tauschen sich aus

Ministerpräsidenten Kretschmann (Grüne), Seehofer (CSU): (K)eine Chance für Schwarz-Grün?
picture alliance / dpa

Ministerpräsidenten Kretschmann (Grüne), Seehofer (CSU): (K)eine Chance für Schwarz-Grün?

Nächste Etappe in Angela Merkels kompliziertem Projekt Regierungsbildung: In Berlin treffen sich die Delegationen von Union und Grünen, um die Chancen für eine Koalition auszuloten. Auch wenn beide Seiten betonen, wie ernst es ihnen ist - die Vorbehalte sind groß. Vor allem die CSU kann sich eine Zusammenarbeit mit der Ökopartei nur schwer vorstellen. Nähern sich die politischen Lieblingsfeinde von einst weiter an? SPIEGEL ONLINE analysiert das Treffen in der Parlamentarischen Gesellschaft.

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NSU-Opfer klagt auf höhere Entschädigung

Anschlag in der Keupstraße 2004: Alpträume, Flashbacks, posttraumatische Belastungsstörung
DPA

Anschlag in der Keupstraße 2004: Alpträume, Flashbacks, posttraumatische Belastungsstörung

Abdulla Ö. wurde im Juni 2004 in der Kölner Keupstraße schwer verletzt, als eine Nagelbombe detonierte. Später bekannte sich der "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU) zu dem Anschlag. Noch heute leidet Abdulla Ö. an den Folgen des Attentats, hat Alpträume, Flashbacks und eine posttraumatische Belastungsstörung. Bislang erhielt der Elektriker 5000 Euro Schadensersatz, doch damit will er sich nicht abspeisen lassen. Vor dem Verwaltungsgericht Köln klagt Ö., angemessen entschädigt zu werden - auch dafür, dass er zu Unrecht selbst verdächtigt wurde. SPIEGEL-ONLINE-Reporter Jörg Diehl berichtet von dem Prozess.

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IWF-Tagung in der Blockadehauptstadt

IWF-Chefin Christine Lagarde: Daumen hoch für die Weltwirtschaft
AFP

IWF-Chefin Christine Lagarde: Daumen hoch für die Weltwirtschaft

Ausgerechnet in der Hauptstadt eines Landes, das wegen eines Haushaltsstreits finanziell so gut wie handlungsunfähig ist, treffen sich die wichtigsten Vertreter des weltweiten Finanzsystems: Nicht nur IWF und Weltbank laden zu ihrer Herbsttagung nach Washington ein, auch die G-20-Finanzminister und Notenbankchefs kommen in der US-Hauptstadt zusammen, um über die Lage der Weltwirtschaft zu sprechen.

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Blitz-Marathon in ganz Deutschland

Geschwindigkeitsmesser: Viel Aufwand beim Blitz-Marathon in Deutschland
DPA

Geschwindigkeitsmesser: Viel Aufwand beim Blitz-Marathon in Deutschland

Am Donnerstag gibt es einen Großeinsatz für die Gesetzeshüter. Etwa 14.700 Polizisten werden ausrücken und an mehr als 8500 Radarfallen in ganz Deutschland aufbauen. Dann wird geblitzt, 24 Stunden lang. Ähnliche Aktionen gab es bereits in einzelnen Bundesländern, die bevorstehende Rekordkontrolle ist bislang jedoch einmalig. Die Autofahrer sollen durch die Aktion an den "Killer Nummer eins" im Straßenverkehr erinnert werden: Zu schnelles Fahren ist die Hauptursache für tödliche Unfälle. Die Polizei lässt sich allerdings in die Karten schauen und hat die Standorte der Blitzer bereits vorab veröffentlicht. Wo kontrolliert wird, erfahren Sie hier.

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Debatte des Tages: 24-Stunden-Aktion

Der bundesweite Blitz-Marathon war auch heiß diskutiertes Thema im Forum. Für die einen Abzocke, für die anderen sinnvolle und nötige Erziehungsmaßnahme. Was bringt die Großaktion? Über Sinn und Unsinn können Sie in unserem Forum diskutieren.



insgesamt 1 Beitrag
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-NCO- 10.10.2013
1. Abzocke?
Angekündigte Blitzer-Aktionen halte ich für überflüssig und teuer. Die Abzock-Vorwürfe könnte sich die Polizei so einfach ersparen, in dem an sinnvollen Stellen geblitzt wird (Wohngebieten mit 30 Zonen, an Schulen, Kitas, und nicht an offensichtlich 'generierten' Gefahrenzonen, wo mal eben von 100 auf 60 reduziert wird...
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