Tagesvorschau Was Donnerstag wichtig wird


Merkel und das NPD-Verbot

NPD-Demo: Die Länder wollen ein neues Verbotsverfahren - und die Kanzlerin?
dapd

NPD-Demo: Die Länder wollen ein neues Verbotsverfahren - und die Kanzlerin?

Die Innenminister der Länder einigten sich am Mittwoch im Ostseebad Warnemünde auf einen neuen Anlauf zum Verbot der NPD. Am Donnerstag dürften sich auch die Ministerpräsidenten dafür aussprechen - und damit den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Die Kanzlerin will sich am Nachmittag äußern. Von Angela Merkel ist bekannt, dass sie dem Verbotsverfahren in Karlsruhe skeptisch gegenüber steht. Sie sehe "erhebliche Risiken", bestätigte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter.


Netanjahu bei der Kanzlerin

Merkel und Netanjahu (Archiv): Konfliktreiche Gespräche
REUTERS

Merkel und Netanjahu (Archiv): Konfliktreiche Gespräche

Zum Auftakt gab es das Abendessen im Kanzleramt, am Donnerstag setzen Angela Merkel und Benjamin Netanjahu ihre Gespräche fort: deutsch-israelische Regierungskonsultationen in Berlin. Der Stillstand im Nahost-Friedensprozess, die deutsche Enthaltung bei Palästinas Aufwertung in der Uno und Israels neue Siedlungspläne belasten zunehmend auch das Verhältnis zwischen der Kanzlerin und dem Ministerpräsidenten. Er sei von Merkel "enttäuscht", sagte Netanjahu unmittelbar vor seiner Ankunft. Von deutscher Seite wird das Treffen als "offenes Gespräch unter Freunden" charakterisiert.


Gauck im Vatikan

Präsident Gauck: Zu Gast bei Benedikt XVI.
MARCO-URBAN.DE

Präsident Gauck: Zu Gast bei Benedikt XVI.

Das letzte deutsche Staatsoberhaupt als Gast von Papst Benedikt XVI. war Ende 2009 noch Horst Köhler. Doch jetzt kommt mit Joachim Gauck auch ein ehemaliger evangelischer Pastor als Bundespräsident zur Visite in den Vatikan. Rund 40 Minuten soll die Privataudienz beim Oberhaupt der Katholischen Kirche dauern. Themen des Vier-Augen-Gesprächs sind die Europapolitik und auch die Lage in Nahost. Dass Gauck ohne seine Lebensgefährtin Daniela Schadt anreiste, sei "keine Weisung oder Empfehlung aus dem Vatikan" - auf diese Feststellung legt man im Schloss Bellevue wert. Gauck ist offiziell noch mit seiner ersten Frau Gerhild verheiratet. Am Abend fliegt der Bundespräsident dann weiter nach Kroatien.


Lufthansa Light

Germanwings-Maschinen: In Zukunft Rückgrat des Europaverkehrs
DPA

Germanwings-Maschinen: In Zukunft Rückgrat des Europaverkehrs

Es ist das umstrittenste Projekt im Kranich-Imperium: Die Billigtochter Germanwings soll weite Teile des Europaverkehrs von der Konzernmutter Lufthansa übernehmen. Die Arbeitnehmer fürchten, dass damit Niedriglöhne bei der Lufthansa Einzug halten. Vielflieger bangen um ihren gewohnten Business-Class-Komfort. Am Donnerstag präsentiert Lufthansa-Vorstandschef Christoph Franz die Details zum neuen Germanwings-Angebot.


Nur der Sieg zählt für Stuttgart

VfB-Trainer Labbadia: Sieg gegen Molde ist Pflicht
Getty Images

VfB-Trainer Labbadia: Sieg gegen Molde ist Pflicht

Der VfB Stuttgart muss im letzten Gruppenspiel der Europa League gegen Molde FK unbedingt gewinnen, um sicher in die Zwischenrunde einzuziehen. Gelingt das, wäre es ein historischer Erfolg für den deutschen Fußball. Erstmals hätten dann alle sieben Bundesligisten die Vorrunden im Europacup überstanden. "Wir wollen gerne den Sack zumachen", sagt VfB-Trainer Bruno Labbadia. SPIEGEL ONLINE berichtet ab 19 Uhr im Liveticker.


"Der Hobbit" - Das taugt die Tolkien-Verfilmung von Peter Jackson

"Hobbit"-Verfilmung (mit Martin Freeman): Neuer Filmerfolg oder cineastisches Mittelmaß?
Warner Bros.

"Hobbit"-Verfilmung (mit Martin Freeman): Neuer Filmerfolg oder cineastisches Mittelmaß?

Droht Mittelerde im cineastischen Mittelmaß zu versinken? Oder kann Peter Jackson den Erfolg seiner mit Kritikerlob und Oscars überhäuften "Herr der Ringe"-Trilogie wiederholen? Der neuseeländische Regisseur hat jedenfalls viel gewagt. Er hat auf umstrittene neue Technik gesetzt und J.R.R. Tolkiens schmale "Hobbit"-Buchvorlage ebenfalls auf drei Filme gestreckt. SPIEGEL ONLINE verrät, was gut an Teil eins geworden ist - und was schlecht.


Die Debatte: NPD verbieten - oder lieber doch nicht?

Die Länder wollen, die Regierung ist zögerlich: Der Ausgang eines neuerlichen Verbotsverfahrens gegen die NPD entzweit die Politik. Entschlossene Landtage und ein zurückhaltender Bundestag bieten kein stattliches Bild gegenüber der rechtsradikalen Partei, die schon einmal davon kam. Wie sich die Lage darbietet, was geschehen soll, das beschäftigt mit Vehemenz auch die Teilnehmer der entsprechenden Debatte im Forum von SPIEGEL ONLINE.



insgesamt 2 Beiträge
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Rüdiger_Kalupner 05.12.2012
1. Bundespräsident Gauck und Papst Benedikt XVI. ...
.... könnten über gut über die Frage diskutieren, ob der Evolutionsprozess ziel- oder zufallsorganisiert ist. Gauck könnte fragen, warum die von Kardinal Schönborn vor Jahren angestoßene und vom Papst unterstützte Diskussion mit der wissenschaftlichen Seite nicht weitergeführt wurde. Sie wird im Verlaufe der EUro-Krise wiederbelebt werden, weil diese eine Epochenwechselkrise ist und nicht ohne die Erkenntnisse der kybernetischen Evolutionsprozesstheorie beendet werden kann. Alles, d.h. die Erfolgschance des Europaprojekts, hängt von der wahren Erkenntnis des alles organisierenden Evolutionsziels ab. Aber das wird erst nach dem Epochenwechsel allen klar gemacht werden können.
der-denker 05.12.2012
2. Pastor trifft Papst
Die haben viel gemeinsam. Es sind zwei Herren mit denen das Schicksal es gut meinte. Und die völlig darin versagen ihre Position zu nutzen um das Los von Menschen zu erleichtern, und unsere Gesellschaften voran zu bringen. Weil sie, auch das haben sie gemeinsam rückwärtsgewandt sind, und beide, trotz der geschwollenen Reden die sie führen, im Grunde keine echten eigenen Gedanken haben.
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