Gleichstellung Homosexueller Taiwan führt gleichgeschlechtliche Ehe ein

Als erstes Land in Asien hat Taiwan die Homo-Ehe erlaubt. Das Parlament stimmte dafür und setzte einen Auftrag des Verfassungsgerichts um.
Aktivistin für gleichgeschlechtliche Ehe in Taiwan vor dem Parlament

Aktivistin für gleichgeschlechtliche Ehe in Taiwan vor dem Parlament

Foto: Sam Yey/ AFP

Taiwans Parlament hat einem Gesetz zugestimmt, das die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare erlaubt. Damit ist die Homo-Ehe zum ersten Mal in Asien legalisiert worden. Das neue Gesetz sieht vor, dass Paare zunächst einen "dauerhaften exklusiven Bund" eingehen und später die Eintragung als Ehe beantragen können.

Im Mai 2017 hatte das Verfassungsgericht des Inselstaats Regierung und Gesetzgeber beauftragt, ein entsprechendes Gesetz binnen zwei Jahren zu verabschieden. Kurz vor Ende der Frist haben die Parlamentarier nun die entsprechende Regelung beschlossen.

Konservative Politiker hatten bis zuletzt versucht, die Reform zu verhindern. Sie setzten sich dafür ein, gleichgeschlechtliche Partnerschaften rechtlich gesondert zu behandeln. Außerdem wollten sie erreichen, dass anerkannte homosexuelle Partnerschaften nicht Ehe heißen dürfen.

Vor der Abstimmung hatte Präsidentin Tsai Ing-wen erklärt, Taiwan könne mit dem Gesetz Geschichte schreiben, und zeigen, "dass fortschrittliche Werte in Ostasien Wurzeln schlagen können". Und: "Wir können der Welt zeigen: #LoveWins".

cht/AFP/Reuters
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