Taliban-Angriff Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan verwundet

Mindestens drei tote Angreifer, vier verletzte Soldaten und ein zerstörtes Fahrzeug: Die Bundeswehr hat sich im Norden Afghanistans ein schweres Gefecht mit Taliban-Kämpfern geliefert.
Bundeswehrsoldat in Afghanistan (Archivbild): Tote und Verletzte nach Feuergefecht

Bundeswehrsoldat in Afghanistan (Archivbild): Tote und Verletzte nach Feuergefecht

Foto: ddp

Kunduz/Berlin - Bei schweren Gefechten zwischen der Bundeswehr und Taliban-Kämpfern sind in der nordafghanischen Provinz Kunduz vier deutsche Soldaten verletzt worden, teilte die Bundeswehr am Donnerstag mit. Zunächst war von zwei Verletzten berichtet worden.

Am Vormittag seien demnach deutsche Kräfte der Afghanistan-Schutztruppe Isaf rund 60 Kilometer von Kunduz entfernt mit Handfeuer- und Panzerabwehrwaffen beschossen worden. Die Deutschen hätten das Feuer erwidert und vermutlich mindestens drei Angreifer getötet.

Der Verwaltungschef des Distrikts Dascht-i-Archi, Chaikh Sahdi, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Truppen seien von Kampfflugzeugen und Hubschraubern unterstützt worden. Zu Opfern machte Sahdi keine Angaben.

Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid bestätigte die Kämpfe und sagte, die Aufständischen hätten acht deutsche Panzerfahrzeuge zerstört. Angaben der Taliban sind hochgradig unzuverlässig.

Die Bundeswehr teilte mit, mehrere deutsche Fahrzeuge seien beschädigt worden, eines so schwer, dass es von den Deutschen selbst gesprengt wurde. Die laufende Operation werde von den afghanischen Sicherheitskräften geführt und von Isaf-Kräften unterstützt.

Bei Anschlägen im Süden des Landes wurden vier Nato-Soldaten getötet. Zwei US-Soldaten fielen einer Bombenexplosion in der Provinz Helmand zum Opfer. Das britische Verteidigungsministerium teilte mit, dass ebenfalls in Helmand zwei britische Soldaten getötet wurden. Ein Mann wurde am Donnerstag im Bezirk Babadschi erschossen, der zweite war bereits am Mittwoch bei einem Bombenattentat im gleichen Gebiet tödlich verletzt worden.

ore/hut/dpa/AFP/AP
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