Taliban Bundeswehr-Generalinspekteur sieht Deutsche weiter im Fadenkreuz

Die Sorge um die Sicherheit der Bundeswehr in Afghanistan wächst: Der Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan fürchtet, die Taliban wollten weiter "Angst und Terror" verbreiten. Kurz nach seiner Warnung meldeten die Islamisten die Erschießung der beiden deutschen Geiseln.


Hamburg - Weitere Angriffe auf die Bundeswehr seien nicht auszuschließen, sagte der General im Interview mit dem SPIEGEL, das kurz nach der Entführung der beiden Geiseln geführt wurde. Die Taliban wollten „uns zum Einlenken oder zum Abzug zwingen“. Im Einsatzgebiet deutscher Truppen im Norden des Landes sei die Situation derzeit zwar noch vergleichsweise ruhig, die Betonung liege aber auf „noch“, so Schneiderhan.

Einen Kampfeinsatz deutscher Soldaten im Süden des Landes lehnte er erneut ab. Die Bundeswehr wolle sich vielmehr verstärkt bei der Ausbildung der afghanischen Streitkräfte im Norden engagieren.

Eindringlich warnte Schneiderhan in dem SPIEGEL-Interview vor einem Ausstieg aus der umstrittenen Anti-Terror-Mission „Enduring Freedom“. Dieser Einsatz habe für Deutschland viel mit internationaler Solidarität zu tun: „Bündnispolitisch wäre ein Ausstieg aus meiner Sicht eine Katastrophe“, sagte der General.

Das vollständige Interview lesen Sie im aktuellen SPIEGEL, der am Montag erscheint.



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