Tansania Präsident entlässt Tausende Beamte - wegen gefälschter Abschlüsse

Fast 10.000 Beamte in Tansania haben auf Anordnung von Präsident John Magufuli ihren Job verloren. Ihnen wird vorgeworfen, sich mit gefälschten Zeugnissen beworben zu haben.

Präsident Magufuli (Archiv)
AFP

Präsident Magufuli (Archiv)


In Tansania wurden landesweit in den Personalakten tausender Staatsbediensteter gefälschte Zeugnisse entdeckt. Präsident John Magufuli reagierte darauf nun mit einer Kündigungswelle. 9932 Angestellte werden aus dem Staatsdienst entlassen. Ihnen bleiben 15 Tage, um ihre Arbeitsplätze zu räumen - sonst drohen bis zu sieben Jahre Gefängnis.

"Während wir hart daran arbeiten, neue Arbeitsplätze zu schaffen, sitzen in der Regierung Menschen mit falschen Abschlüssen", sagte Präsident Magufuli. "Diese Menschen besetzen Positionen, ohne die nötigen Qualifikationen zu haben. Sie beklauen uns genau wie gewöhnliche Kriminelle", fügte er hinzu. Eine unabhängige Prüfstelle hatte die Dokumente der Beamten auf ihre Echtheit geprüft.

Der 2015 ins Amt gewählte Magufuli hat der Korruption in seinem Land den Kampf angesagt. Bereits im März 2016 wurden mehr als 19.700 "Phantom-Arbeiter" auf den Gehaltslisten der Regierung entdeckt und von ihnen entfernt. Bis dahin hatte Tansania jährlich Gehälter in Höhe von etwa 107 Millionen US-Dollar an Arbeiter gezahlt, die gar nicht existierten.

asc/Reuters/AP

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