Terror Al-Qaida bekennt sich zu Jemen-Paketbomben

Die sichergestellten Paketbomben in UPS-Frachtmaschinen sorgten weltweit für Aufregung, jetzt hat sich die Qaida-Gruppe der Arabischen Halbinsel zu den gescheiterten Anschlägen bekannt - und mit weiterem Terror gedroht.

Washington - Die Qaida-Filiale auf der Arabischen Halbinsel hat am Freitagabend eine unmissverständliche Drohung ins Internet gestellt und dazu Verantwortung für die Jemen-Paketbomben der vergangenen Woche übernommen.

In dem Schreiben heißt es, dass die Bomben, die man entwickelt habe, darauf ausgelegt seien, sämtliche Detektoren zu überwinden. Die Terroristen kündigten weitere Anschläge an.

Auch den Absturz einer UPS-Frachtmaschine am 3. September in Dubai reklamierte die Terror-Gruppe für sich. Der Absturz der Maschine sei ihr Werk, bekräftigen die Terroristen, auch wenn "der Feind" dies nicht zugebe. Die Luftfahrtbehörden hatten allerdings bereits zuvor erklärt, dieser Jet sei keinesfalls wegen eines Sprengsatzes zum Absturz gekommen.

Mit Blick auf die beiden Pakete mit Sprengsätzen, die am vergangenen Freitag weltweit für Aufregung gesorgt hatten, werden in dem Kommunique allerdings keine Neuigkeiten mitgeteilt. Das Bekennerschreiben wurde auf einer Website veröffentlicht, die schon in der Vergangenheit authentische Mitteilungen von Terrorgruppen publiziert hatte. Es liegt SPIEGEL ONLINE vor.

Die Sprengsätze, die aus dem Jemen stammten, wurden in Flugzeugen in Dubai und auf dem englischen Flughafen East Midlands entdeckt. Eine der Sendungen wurde auf dem Flughafen Köln/Bonn umgeladen. Adressiert waren die Pakete an jüdische Einrichtungen in Chicago. Den Ermittlungen zufolge hätten sie aber in der Luft explodieren und ein Flugzeug zum Absturz bringen können.

yas/hen/Reuters
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