Terror im Irak Al-Qaida ermordet drei Frauen und einen Mann

Weil sie für die USA gearbeitet haben, mussten sie sterben: Der irakische Zweig der Extremistenorganisation Al-Qaida hat einer Internetbotschaft zufolge vier Araber entführt und getötet.


Dubai - Sie hätten für die USA gearbeitet, hieß in der am Sonntag veröffentlichten Erklärung. Im Internet waren Bilder von vier Ausweisen zu sehen. Die Gesichter der Frauen waren geschwärzt. Eine von ihnen soll als Übersetzerin für die US-Besatzer gearbeitet haben.

Zunächst war unklar, ob die vier irakische Staatsbürger waren. Auch die Echtheit der Stellungnahme konnte zunächst nicht überprüft werden. Die Internetseite wird oft von Aufständischen genutzt. In Mossul im Norden des Landes wurde indes ein getöteter Studentenanführer entdeckt, der am Donnerstag nahe seines Hauses entführt worden war. Er sei gefesselt und sein Körper von Schüssen durchlöchert gewesen, teilten Mitarbeiter eines Krankenhauses mit.

Einen Tag vor seiner Entführung hatte der Mann einen Protestzug gegen die Parlamentswahlen vom 15. Dezember organisiert und der Regierung Wahlbetrug vorgeworfen. Zu dem Mord bekannte sich bislang niemand.



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