Terror im Irak Attentäter sprengt sich bei Beerdigung in die Luft - Dutzende Tote

Bluttat im Nordirak: Bei einer Trauerzeremonie nördlich von Bagdad hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Dutzende Menschen kamen ums Leben.


Kirkuk - Der Anschlag ereignete sich während einer Beerdigung in einem Dorf im Norden des Landes. Laut Polizei sind mindestens 45 Todesopfer zu beklagen. Zudem seien zehn Personen verletzt worden. Das Dorf liegt südlich des Ölzentrums Kirkuk. Der Täter habe den Sprengstoff an seinem Körper bei einem Begräbnis inmitten der Trauergäste gezündet, sagte ein Polizeisprecher.

Der Norden des Irak hat in den vergangenen Wochen eine Zunahme der extremistischen Gewalt erlebt. Erst kürzlich kamen bei einem Bombenanschlag in Bakuba 40 Menschen ums Leben. Das US-Militär und die irakische Regierung machen dafür mit der Terrororganisation al-Qaida verbündete sunnitische Rebellen verantwortlich, die aus anderen Landesteilen vertrieben worden seien.

Die Region um Kirkuk war bereits häufig Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen arabischen und kurdischen Gruppen. Beide Bevölkerungsgruppen erheben Anspruch auf die Vorherrschaft in der Stadt und die umliegenden Ölvorkommen.

ffr/AFP/AP/Reuters



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