Terror in Kenia Serie von Bombenanschlägen tötet sechs Menschen

Drei Bombenanschläge auf Busse in Kenia: In Nairobi und Mombasa sind am Wochenende sechs Menschen getötet worden. Dutzende sind verletzt, 20 von ihnen sind in Lebensgefahr.

Polizist vor einem Buswrack in Nairobi: Doppelanschlag auf zwei Busse in Nairobi
AFP

Polizist vor einem Buswrack in Nairobi: Doppelanschlag auf zwei Busse in Nairobi


Nairobi - Bei Terroranschlägen in den Metropolen Kenias sind am Wochenende mindestens sechs Menschen getötet und mehr als drei Dutzend Menschen verletzt worden. Bei der zeitgleichen Explosion von Bomben am Sonntagnachmittag in zwei Bussen in Nairobi gab es zwei Tote. Von den 62 Verletzten befänden sich 20 in Lebensgefahr, teilte das Katastrophenschutzzentrum am Abend mit.

Am Samstagabend waren bei einem Bombenattentat an einer Bushaltestelle in der Hafenstadt Mombasa vier Menschen ums Leben gekommen. 21 Menschen wurden nach Angaben des kenianischen Roten Kreuzes bei dem Anschlag verletzt.

Bei einer zweiten Bombenexplosion am Samstag in der Nähe einer Ferienanlage in Nyali nördlich von Mombasa sei niemand verletzt worden. Bis Sonntagabend hatte sich nach Angaben kenianischer Medien niemand zu den Anschlägen bekannt.

Als Auslöser für die zunehmende Gewalt gilt ein Truppeneinsatz aus dem Jahr 2011. Damals schickte Kenia Soldaten in den Süden Somalias, um dort gegen die Schabab-Miliz zu kämpfen. Die Islamisten mit Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida bekannten sich auch zu einem Angriff auf ein Einkaufszentrum in Nairobi, bei dem im vergangenen September 67 Menschen getötet worden waren.

Die Sicherheitskräfte gehen seit Monaten massiv gegen mutmaßliche Islamisten vor, denen Verbindungen zur Schabab-Miliz nachgesagt werden. Das harte Vorgehen stößt bei Menschenrechtlern auf scharfe Kritik. Allein in Nairobi wurden Tausende Menschen festgenommen, vor allem in dem von somalischen Einwanderern bewohnten Viertel Eastleigh.

sun/dpa/AFP



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