Terror in Nigeria Attentäter tötet sechs Gläubige in Moschee

Im Nordosten Nigerias sind mehrere Menschen bei Terrorangriffen auf muslimische Gotteshäuser getötet worden. Das Militär beschuldigt die Terrorgruppe Boko Haram, die Selbstmordbomber geschickt zu haben.

Propagandavideo der Terrorgruppe Boko Haram
AFP/ Boko Haram

Propagandavideo der Terrorgruppe Boko Haram


Bei Selbstmordanschlägen auf Moscheen in Nigeria sind mindestens sechs Menschen ermordet worden. Zwei Terroristen schlugen am Freitagmorgen in der im Nordosten gelegenen Stadt Damboa zu, wie das nigerianische Militär erklärte. Die Armee beschuldigte die Terrorgruppe Boko Haram, die Attentäter geschickt zu haben.

Der erste Angreifer versuchte demnach in die Zentralmoschee zu gelangen. Dabei wurde er von Sicherheitskräften aufgehalten und sprengte sich in die Luft. Ein zweiter Angreifer verschaffte sich Zutritt zu einer kleineren Moschee und tötete dort sechs Gläubige und sich selbst.

Außerdem sollen am Donnerstagabend mutmaßliche Boko-Haram-Kämpfer drei Menschen in dem Dorf Gaskeri getötet haben. Die sunnitischen Extremisten von Boko Haram, die sich zur Terrormiliz "Islamischer Staat" bekennen, terrorisieren den Nordosten Nigerias und die angrenzenden Gebiete der Nachbarländer Kamerun, Niger und Tschad. Die Islamisten wollen dort einen Gottesstaat errichten.

Seit Beginn des Boko-Haram-Aufstands 2009 sind in Nigeria mindestens 17.000 Menschen bei Terrorattacken und Gegenangriffen des nigerianischen Militärs ums Leben gekommen.

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Boko Haram: Nordnigeria in der Hand der Terrorsekte

cht/AP/dpa



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