Terror in Pakistan Dutzende Tote bei Anschlag auf Moschee

Blutiger Freitag in Pakistan: Bei einem konzertierten Anschlag in der Garnisonstadt Rawalpindi sind mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich in einer Moschee in die Luft, anschließend schossen Terroristen auf die fliehenden Menschen.

Pakistanische Soldaten: Wache stehen nach dem Anschlag
AP

Pakistanische Soldaten: Wache stehen nach dem Anschlag


Islamabad - Blutbad in Rawalpindi: Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE sind bei dem Terrorangriff auf die Moschee 40 Menschen getötet und 65 verletzt worden. Ein Militärsprecher erklärte, es seien zwei Terroristen umgekommen, einige seien aber noch auf der Flucht. Die genaue Anzahl ist bisher unklar.

Pakistans Innenminister Rehman Malik sprach im Fernsehen von mindestens 30 Menschen, die am Freitag bei der Terrorserie ums Leben kamen. Zwei Selbstmordattentäter hätten im Inneren einer Moschee Sprengsätze gezündet. Die Explosionen brachten offenbar auch das Dach zum Einsturz.

Die Moschee liegt nahe des Hauptquartiers der pakistanischen Armee. Zum Zeitpunkt der Attacke sollen sich darin zahlreiche Soldaten und Offiziere zum Freitagsgebet aufgehalten haben. Ein Augenzeuge berichtete dem Fernsehsender Geo TV von rund 200 bis 300 Menschen in der Moschee. Der Sender sprach außerdem von mindestens sechs schwerbewaffneten Extremisten, die die Moschee gestürmt hätten. Nach Explosionen habe es heftige Schusswechsel gegeben.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Ein Armeesprecher vermutete militante Islamisten hinter der Tat.

Die Stadt Rawalpindi liegt direkt neben der Hauptstadt Islamabad im Norden des Landes. Anfang Oktober hatten dort radikal-islamische Taliban das Hauptquartier der Streitkräfte angegriffen und mehr als 20 Menschen getötet. Erst am Mittwoch wiederum riss ein Selbstmordattentäter vor dem Marine-Hauptquartier in Islamabad einen Soldaten mit in den Tod.

Anfang November explodierte eine Bombe neben dem "Shalimar"-Hotel in Rawalpindi. Auch dieses Vier-Sterne-Haus befindet sich nur wenige hundert Meter vom Armeehauptquartier entfernt. Unter den 34 Toten waren nach Angaben eines Verletzten, der im Krankenhaus mit Journalisten sprach, auch viele Uniformierte, die in einer Schlange vor der benachbarten Bank gestanden hätten, um ihren Sold abzuholen.

Mit der Attacke auf die Moschee in Rawalpindi hat sich an diesem Freitag die Anschlagsserie in Pakistan fortgesetzt. Die Taliban haben dem Land mit einer Welle der Gewalt gedroht, seitdem die pakistanische Armee in Südwaziristan seit dem 17. Oktober in einer Bodenoffensive gegen die Radikalen vorgeht. Allein bei der Explosion einer Autobombe Ende Oktober kamen in der nordwestpakistanischen Stadt Peschawar mehr als hundert Menschen ums Leben.

Die pakistanische Regierung hatte auf die Führung der pakistanischen Taliban um Hakimullah Mehsud bereits ein Kopfgeld von umgerechnet insgesamt fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

sef/kaz/dpa/Reuters/AFP/AP



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marypastor 29.10.2009
1. Terrorismus
Zitat von sysopBei ihrer Militär-Offensive in Wasiristan fand die pakistanische Armee den Pass von Said Bahaji, der Mitglied der Hamburger Terror-Zelle um Mohammed Atta war und heute zu den am meisten gesuchten Terroristen gehört. Welche Maßnahmen können Ihrer Meinung nach ergriffen werden, um die netzwerke des internationalen Terrorismus einzudämmen?
Da kann man gar nichts machen. Es handelt sich bei den islamischen Terroristen ja nicht um normale Menschen sondern schlichtweg um Geisteskranke. Und die sind gerade deshalb so gefaehrlich. In Deutschland wird kaum etwas passieren, schliesslich ist Deutschland aufgrund seines laxen Rechtssystems, seines behaebigen Polizeiappartes und seiner groesszuegigen Sozialleistungen eine ruhiges Rueckzugsgebiet, in dem man schoen und gefahrlos leben kann.
Palmstroem, 29.10.2009
2. Kampf der Kulturen
Zitat von sysopBei ihrer Militär-Offensive in Wasiristan fand die pakistanische Armee den Pass von Said Bahaji, der Mitglied der Hamburger Terror-Zelle um Mohammed Atta war und heute zu den am meisten gesuchten Terroristen gehört. Welche Maßnahmen können Ihrer Meinung nach ergriffen werden, um die netzwerke des internationalen Terrorismus einzudämmen?
Endlich ehrlich zu schreiben, daß es nicht um den internationalen Terror geht, sondern um den islamistischen Terror. Es ist der Kampf des militanten, fundamentalistischen Islamismus gegen den Rest der Welt - gegen Hindhus, Christen, Juden und Atheisten. Es ist der Kampf einer Kultur gegen Freiheit und Demokratie, gegen Aufklärung und die Moderne. Man muß sich nicht wie Obama entschuldigen, sondern wie Bush den Terror bekämpfen!
atzlan 29.10.2009
3.
Zitat von PalmstroemEndlich ehrlich zu schreiben, daß es nicht um den internationalen Terror geht, sondern um den islamistischen Terror. Es ist der Kampf des militanten, fundamentalistischen Islamismus gegen den Rest der Welt - gegen Hindhus, Christen, Juden und Atheisten. Es ist der Kampf einer Kultur gegen Freiheit und Demokratie, gegen Aufklärung und die Moderne. Man muß sich nicht wie Obama entschuldigen, sondern wie Bush den Terror bekämpfen!
Wer sunnitische Terroristen bei der Destabilisierung des Iran unterstützt, soll Vorbild im Kampf gegen Terrorismus sein? http://blogs.abcnews.com/theblotter/2007/04/abc_news_exclus.html http://www.newyorker.com/reporting/2008/07/07/080707fa_fact_hersh?
mavoe 29.10.2009
4. Ja
Zitat von marypastorDa kann man gar nichts machen. Es handelt sich bei den islamischen Terroristen ja nicht um normale Menschen sondern schlichtweg um Geisteskranke. Und die sind gerade deshalb so gefaehrlich. In Deutschland wird kaum etwas passieren, schliesslich ist Deutschland aufgrund seines laxen Rechtssystems, seines behaebigen Polizeiappartes und seiner groesszuegigen Sozialleistungen eine ruhiges Rueckzugsgebiet, in dem man schoen und gefahrlos leben kann.
die Führer der Islamisten sind wohl geisteskrank. 9/11. Und die Gefolgschaft dieser Führer sind meistens arme und bildungsferne Menschen, wofür sie nichts können, und denen das Himmelreich, wenn nicht auf Erden, versprochen wird. Daher ist in Erster Linie nicht militärisch aufoktroierte "Demokratisierung" in solchen Ländern angesagt, sondern BILDUNGSVERMITTLUNG!
barack abamo 29.10.2009
5.
Zitat von mavoedie Führer der Islamisten sind wohl geisteskrank. 9/11. Und die Gefolgschaft dieser Führer sind meistens arme und bildungsferne Menschen, wofür sie nichts können, und denen das Himmelreich, wenn nicht auf Erden, versprochen wird. Daher ist in Erster Linie nicht militärisch aufoktroierte "Demokratisierung" in solchen Ländern angesagt, sondern BILDUNGSVERMITTLUNG!
Taliban = Islamisten, ich glaube darin sind wir uns einig. Wie Sie es allerdings schaffen wollen in Ländern wie beispielsweise Afghanistan Bildung, sprich Schulen zu bauen ohne , wie Sie es nennen, eine "militärisch aufoktroierte "Demokratisierung" " umzusetzen müssen Sie mal erklären.
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