Terror in Pakistan Dutzende Tote bei Selbstmordanschlag auf Moschee

Bei einem Bombenschlag auf eine pakistanische Moschee im Grenzgebiet zu Afghanistan sind Dutzende Menschen getötet worden. Sicherheitskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden.


Islamabad - Bei dem Attentat kamen nach Angaben eines Regierungssprechers mindestens 48 Menschen ums Leben. Bis zu 80 Menschen seien verletzt worden.

Der Selbstmordanschlag ereignete sich am Freitag in einer schwer zugänglichen Stammesregion an der Grenze zu Afghanistan. Der Sprengsatz explodierte während des Freitagsgebetes, zu dem sich rund 300 Gläubige in dem Gotteshaus in der Ortschaft Bagiari versammelt hatten. "Der Attentäter kam zu Fuß, er sprengte sich während des Gebets in die Luft", sagte der örtliche Chef der Gemeindeverwaltung, Tariq Hayat Khan.

Ein Verwaltungsbeamter der Region Khyber sagte, das Gotteshaus sei eingestürzt. Es wird mit bis zu 80 Todesopfern gerechnet. Die Suche nach weiteren Verschütteten in den Trümmern geht weiter.

In der Region Khyber im Nordwesten Pakistans haben Aufständische zuletzt immer wieder Anschläge auf Lastwagen verübt, die die internationalen Truppen in Afghanistan mit Nachschub beliefern. Auch blutige Stammesfehden gibt es in der Gegend häufig.

als/AP/dpa



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