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18. September 2009, 10:07 Uhr

Terror in Pakistan

Viele Tote bei Anschlag auf Busbahnhof

Bei einem Selbstmordanschlag in Pakistan sind mindestens 25 Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Die Explosion ereignete sich an einem Bahnhof für Überlandbusse im Nordwesten des Landes.

Islamabad - Ein Selbstmordattentäter hat am Donnerstag im unruhigen Nordwesten Pakistans viele Menschen mit in den Tod gerissen. "25 bis 30 Menschen wurden getötet", sagte Provinzchef Mehtab-ul-Hasan der Nachrichtenagentur Reuters. Wie die Polizei mitteilte, wurden mehr als 40 weitere Menschen verletzt, als sich der Täter auf einem Basar im Zentrum der Stadt Kohat in die Luft sprengte. Pakistanische Medien berichteten von bis zu 30 Toten und etwa 70 Verletzten.

Durch die Wucht der Explosion wurden nach Polizeiangaben zahlreiche Geschäfte und ein Hotel zerstört. Unter den Trümmern werden weitere Opfer vermutet. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Der Anschlag ereignete sich in einem vor allem von Schiiten bewohnten Stadtviertel.

In Pakistan kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit. Kohat liegt 60 Kilometer südlich von Peshawar, in einer Region nahe der Grenze zu Afghanistan, die als Hochburg der Taliban und anderer islamischer Extremisten gilt. Erst am Donnerstag wurden in Kohat sechs Menschen bei einem Bombenanschlag verletzt.

amz/dpa/AP/Reuters

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