Terror in Russland Weltweites Entsetzen über die Brutalität in Beslan

Der blutige Ausgang des Geiseldramas von Beslan hat weltweit Erschütterung und Fassungslosigkeit ausgelöst. UN-Generalsekretär Kofi Annan und Papst Johannes Paul II. äußerten sich entsetzt. US-Präsident George W. Bush sicherte Russland die Unterstützung der USA beim Kampf gegen Terroristen zu.


New York/Washington/Rom - Nach Deutschland und Großbritannien sprach auch die Regierung in Frankreich dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ihr Mitgefühl aus. "Mit Fassungslosigkeit und sehr großer Trauer" habe er vom Ausgang des erschreckenden "Dramas des Terrorismus" erfahren, schrieb Staatspräsident Jacques Chirac am Samstag an Putin.

Annan äußerte sich erschüttert über den Tod so vieler Kinder und Erwachsener. Der Papst erklärte, er bete für die Opfer und ihre Familien. Zugleich warnte Johannes Paul II. Moskau indirekt vor einer weiteren Zuspitzung der Lage im Kaukasus: "Die Spirale von Hass und Gewalt darf nicht die Oberhand gewinnen."

Der Chef der Arabischen Liga, Amre Mussa, äußerte am Samstag "tiefe Trauer" über die Tragödie. Iran verurteile die Geiselnahme als Akt, der im Widerspruch zu den religiösen Grundwerten stehe.

Der Vorsitzende des EU-Außenministerrats, der niederländische Außenminister Bernard Bot, hatte am Vortag von einer "schrecklichen menschlichen Tragödie" gesprochen. EU-Kommissionspräsident Romano Prodi nannte die Tat einen Akt der Barbarei.



© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.