Terror Mehr als 30 Tote bei Attentaten im Irak

Bei mehreren Terroranschlägen im Irak sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Einer der Anschläge galt einem ranghohen General, der für die Wiedereingliederung von Angehörigen der Baath-Partei des früheren irakischen Machthabers Hussein zuständig ist.


Bagdad - Nach Informationen der Polizei sprengte sich vor dem Eingang der Polizeiakademie an der Filastin-Straße in Bagdad erst ein Selbstmordattentäter mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft. Kurz darauf detonierte ganz in der Nähe eine ferngezündete Bombe, die in einem geparkten Auto versteckt gewesen war. Der Attentäter und 15 weitere Menschen starben.

Anschlag nahe einer Polizeiakademie in Bagdad: Der Attentäter reißt 15 Menschen mit in den Tod
AP

Anschlag nahe einer Polizeiakademie in Bagdad: Der Attentäter reißt 15 Menschen mit in den Tod

Weitere drei Menschen starben in Bagdad bei einem Bombenanschlag auf einen ranghohen General des irakischen Verteidigungsministeriums. Während der General Mascher al-Maulah bei dem Anschlag schwer verletzt wurde, wurden nach Innenministeriumsangaben sein Fahrer sowie zwei Passanten getötet. Zehn weitere Menschen wurden verletzt. Al-Maulah ist für ein umstrittenes nationales Versöhnungsprojekt zur Wiedereingliederung von Angehörigen der Baath-Partei des früheren irakischen Machthabers Saddam Hussein zuständig.

In Mossul galt der Anschlag nach Informationen der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak einer Patrouille der Polizei, die gemeinsam mit US-Soldaten westlich der Stadt unterwegs gewesen war.

Angaben über amerikanische Opfer lagen nicht vor. Laut der Nachrichtenagentur sprengte sich erst der Selbstmordattentäter mit einer Autobombe in die Luft. Danach explodierte eine ferngezündete Autobombe. Auch hier starben 15 Menschen und der Angreifer.

Die Polizei und die lokalen Bürgerwehren gehören zu den Hauptangriffszielen der Terroristen der irakischen al-Qaida. Ein General, der von der Regierung mit der Eingliederung von Bürgerwehkämpfern in die regulären Sicherheitskräfte beauftragt worden war, wurde durch eine Sprengstoffattacke auf seinen Konvoi in Bagdad verletzt.

asc/AFP/dpa

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