Terror Taliban foltern Polizisten zu Tode

Talibankämpfer haben fünf entführte Polizisten in Südafghanistan grausam ermordet. Die entstellten Leichen knüpften sie an Bäumen auf - als Warnung an die Einwohner, nicht mit der Regierung zu kooperieren.


Kabul - Die fünf Polizisten, deren Leichen jetzt entdeckt wurden, waren bereits vor zwei Monaten von militanten Talibankämpfern entführt worden. Die Mörder haben ihre Opfer den Berichten zufolge offenbar zu Tode gefoltert.

Die entstellten Leichen hingen an Bäumen am Straßenrand - eine Warnung an die Bewohner, nicht mit der Regierung in Kabul zusammenzuarbeiten, sagten afghanische Beamte.

Zeitgleich gaben die Behörden in dem Land bekannt, dass die letzte Welle der Gewalt in Afghanistan 68 Menschen das Leben gekostet habe.

Allein in diesem Jahr sind bereits 6000 Menschen von Aufständischen in Afghanistan getötet worden.

Am Samstag waren elf Taliban getötet worden, als sie einen Armeekonvoi in der Zabul-Provinz angriffen.

In der Region Helmand im Süden griff ein Selbstmordattentäter heute eine Nato-Patrouille an. Das Auto wurde beschädigt, es gab aber keine Verletzten.

In Kandahar lieferten sich kanadische und afghanische Soldaten am Samstag Gefechte mit Taliban. Offiziellen Angaben zufolge kamen ein afghanischer Soldat und mindestens 20 Aufständische ums Leben.

Bei derselben Schlacht explodierte eine Straßenbombe nahe einem Nato-Fahrzeug, wodurch zwei kanadische Soldaten und ihr Dolmetscher ums Leben kamen.

Ein Selbstmordattentäter griff einen Nato-Konvoi mit einem Motorrad an, wodurch er einen afghanischen Zivilisten tötete und einen Nato-Soldaten verletzte.

yas/AP



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