Terrorabwehr Großbritannien erwägt Schutz von Energieanlagen durch Soldaten

Die britische Regierung prüft den Einsatz des Militärs, um wichtige Anlagen der Energieversorgung vor Terrorangriffen zu schützen. Konkrete Anschlagsdrohungen gebe es allerdings nicht, beruhigte das Innenministerium.


London – Großbritannien erwägt, wichtige Anlagen zur Energieversorgung durch die Streitkräfte schützen zu lassen. Ein Sprecher des Innenministeriums betonte heute, man reagiere mit den Überlegungen nicht auf eine konkrete Bedrohung. "Das allgemeine Bedrohungsniveau dieses Landes hat sich nicht geändert. Es ist nach wie vor ernst", sagte der Sprecher.

Es sei daher aber wichtig, alle möglichen Optionen zum Schutz der Infrastruktur für die Öl-, Gas- und Elektrizitätsversorgung zu prüfen. Das Ministerium bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "News of the World" von heute, die über die Prüfung eines solchen Vorhabens berichtete.

Nach Angaben des Blattes sollen Soldaten eine Gaspipeline im ostenglischen Bacton sowie Öl- und Gasanlagen in Nordengland, Nordschottland und an der englischen Südküste schützen. Etwa ein Viertel des englischen Gases durchläuft die Anlage in Bacton. Die Zeitung berichtete zudem, die Überlegungen folgten auf Erkenntnisse des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5, al-Qaida habe einen Anschlag auf diese Anlagen geplant.

phw/AFP



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