Terrorangst USA fordern Sky Marshalls bei ausländischen Linien

Neue Anordnung aus dem amerikanischen Heimatschutzministerium: Ausländische Fluggesellschaften müssen künftig auf bestimmten USA-Flügen bewaffnete Flugbegleiter an Bord haben. Grund dafür ist die Sorge vor neuerlichen Terroranschlägen mit Flugzeugen.


John F. Kennedy-Airport in New York: Künftig sollen ausländische Maschinen mit bewaffneten Sicherheitsleuten besetzt sein
AP

John F. Kennedy-Airport in New York: Künftig sollen ausländische Maschinen mit bewaffneten Sicherheitsleuten besetzt sein

Washington - Das Heimatschutzministerium teilte am Montag mit, die Anordnung diene dem Schutz vor Anschlägen und sei seit Sonntag in Kraft. "Wir fordern internationale Fluggesellschaften zu dieser Schutzmaßnahme im Rahmen unserer Bemühungen auf, den Flugverkehr für Amerikaner und Besucher gleichermaßen sicher zu machen", erklärte Heimatschutzminister Tom Ridge.

Einige Staaten setzen auf Flügen von und in die USA bereits Sicherheitsbeamte ein. Mit der neuen Anordnung kann die US-Behörde dies für Flüge in den US-Luftraum vorschreiben.

Seit den Flugzeuganschlägen in den USA am 11. September 2001 sind die Sicherheitsvorkehrungen in der Luftfahrtindustrie erheblich schärfer geworden. Die USA machen für die Anschläge die Terrororganisation al-Qaida verantwortlich.

Das Heimatschutzministerium warnte in der Erklärung vom Montag davor, dass al-Qaida erneut Flugzeuge bei Anschlägen benutzen könne. Nach Hinweisen des US-Geheimdienstes waren in der vergangenen Woche sechs Flüge der Gesellschaft Air France zwischen Paris und Los Angeles gestrichen worden. Die Behörden in Frankreich nahmen 13 auf den Flügen gebuchte Passagiere fest, ließen diese jedoch später wieder frei, da es keine Hinweise auf Verbindungen zu militanten Gruppen gab.

Die britische Regierung hatte bereits am Wochenende angekündigt, dass in Kürze auf britischen Maschinen bewaffnete Flugbegleiter eingesetzt würden.



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