Terroranschläge befürchtet USA schränken visafreien Transit ein

Aus Furcht vor neuen Terrorangriffen hat die US-Regierung den visafreien Transitverkehr über amerikanische Flughäfen stark eingeschränkt. Nach Angaben des Außenministeriums planten Mitglieder von al-Qaida und anderen Terrororganisationen, mittels der visafreien Umsteigemöglichkeit an Bord von Flugzeugen mit Ziel USA zu gelangen.


Washington - Die seit Samstag gültige Maßnahme betrifft vor allem Passagiere aus Brasilien, Mexiko, Peru, Südkorea und den Philippinen. Sie benötigen nun ein Visum, wenn sie vom Ausland über die USA in ein Drittland fliegen wollen.

Außenamtssprecherin Jo-Anne Prokopwicz erklärte, das Ministerium sowie die Behörde für Heimatschutz hätten eindeutige, glaubwürdige Hinweise darauf erhalten, dass Terrororganisationen die bisher gültigen Bestimmungen als Mittel erkannt hätten, sich Zugang zu Flugzeugen aus den beziehungsweise in die USA zu verschaffen. Sowohl der Bundespolizei FBI als auch dem Geheimdienst CIA lägen entsprechende Informationen vor. Der Leiter der Heimatschutzbehörde, Tom Ridge, sagte, die Maßnahmen seien zwar einschneidend, aber der Bedrohung angemessen. "Wir glauben, dass sie nötig sind, um Leben und Eigentum zu schützen."

Die neuen Bestimmungen sollen für mindestens 60 Tage gelten. Nicht betroffen sind Passagiere aus europäischen Staaten, die für die Einreise in die USA kein Visum benötigen.



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