Terroranschlag in Tunis Nationalmuseum bleibt vorerst geschlossen

Die Wiedereröffnung von Tunesiens Nationalmuseum wird verschoben. Eine Woche nach dem verheerenden Anschlag mit 21 Toten hegt das Innenministerium noch Sicherheitsbedenken.

Sicherheitskräfte vor dem Bardo-Museum: Die Öffentlichkeit muss vorerst weiter draußen bleiben
AFP

Sicherheitskräfte vor dem Bardo-Museum: Die Öffentlichkeit muss vorerst weiter draußen bleiben


Tunis - Eigentlich sollte das tunesische Bardo-Museum an diesem Dienstag seine Türen wieder für das breite Publikum öffnen. Doch daraus wird vorerst nichts. Die geplante Wiedereröffnung des Nationalmuseums wird nach dem verheerenden Anschlag vergangene Woche aus Sicherheitsbedenken verschoben. Darüber sei das Museum in letzter Minute vom Innenministerium informiert worden, teilte Museums-Sprecherin Hanene Srarfi mit. Es werde am Nachmittag dennoch eine "offizielle Zeremonie" geben.

Bei dem Anschlag waren am vergangenen Mittwoch 21 Menschen getötet worden, unter ihnen 20 Touristen. Die beiden Attentäter wurden von Sicherheitskräften getötet, ein möglicher dritter Komplize wird gesucht. Zu dem Attentat bekannte sich die Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS). Der Anschlag hatte auch in Europa für Entsetzen gesorgt.

Wegen Sicherheitslücken entließ die Regierung am Montag die Polizeichefs der Hauptstadt Tunis und des Vororts Le Bardo. Ein ranghoher tunesischer Politiker hatte am Freitag erklärt, dass die Wachmänner, die das Museum und das nahe gelegene Parlament schützen sollten, zum Zeitpunkt des Anschlags nicht auf ihren Posten waren. Von vier Polizisten seien zwei in einem Café gewesen, der dritte habe sich etwas zu essen geholt, der vierte sei gar nicht zum Dienst erschienen.

ler/AFP



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