Terrorgefahr in Belgien Ermittler nehmen weitere Verdächtige fest

Belgischen Ermittlern ist ein Schlag gegen eine mutmaßliche Terrorgruppe gelungen: Die Polizei nahm in Brüssel 15 Verdächtige fest. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft bereits die Festnahme von 11 Personen gemeldet. Die Vorwürfe: Planung eines Anschlags und Anwerbung von Kämpfern. 


Brüssel - Terrorfahnder haben bei länderübergreifenden Razzien am Dienstag 26 Verdächtige festgenommen. Gesteuert werden die Ermittlungen von der belgischen Staatsanwaltschaft. Diese meldete allein in Brüssel 15 Festnahmen. Zuvor hatten Fahnder in Belgien, Deutschland und in den Niederlanden elf Verdächtige festgenommen.

In Brüssel gab es nach Angaben der Staatsanwaltschaft insgesamt 17 Hausdurchsuchungen, bei denen 15 Verdächtige aus der islamistischen Szene festgenommen wurden. Ziel der Ermittlungen sei die Zerschlagung einer "Terrorgruppe" gewesen, hieß es. Einige der Festgenommenen stehen demnach im Verdacht, radikalislamische Kämpfer für Einsätze in Afghanistan und im Irak angeworben und dorthin geschickt zu haben.

Bereits am Dienstagmorgen waren elf Terrorverdächtige in Antwerpen, Amsterdam und Aachen festgenommen worden. Diese Personen sollen unter anderem einen Anschlag in Belgien geplant oder Kämpfer für eine tschetschenische Terrorgruppe angeworben haben, erklärte die Staatsanwaltschaft. Demnach handelt es sich um Personen mit belgischer, niederländischer, marokkanischer und russischer Staatsangehörigkeit. Die Razzien stünden aber in keinem Zusammenhang mit den aktuellen Terrorwarnungen für Deutschland, betonte eine Sprecherin des Bundeskriminalamts in Berlin.

Verdächtiger lebte offenbar seit längerem in Aachen

Bei den Einsätzen am Dienstagmorgen wurden zehn Wohnungen durchsucht, wie es weiter hieß. Sieben Personen wurden demnach in Antwerpen, drei in Amsterdam und eine Person in der Nähe von Aachen festgenommen. Gegen den 31-jährigen Mann habe ein EU-Haftbefehl eines Gerichts in Mechelen vorgelegen, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller. Die Nationalität des Verhafteten sei "nicht klar ersichtlich". Er habe sich offensichtlich schon länger in Aachen aufgehalten und wurde in einer Wohnung festgenommen, ohne Widerstand zu leisten.

Im Rechtshilfeersuchen der Belgier geht es um den Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristische Organisation und den Vorwurf der Planung eines Anschlages in Belgien. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE geht es jedoch offenbar vor allem um den Vorwurf, ein Netzwerk zur Schleusung junger Radikaler nach Tschetschenien betrieben zu haben.

Die niederländische Staatsanwaltschaft erklärte, auf ein Gesuch der belgischen Behörden hin seien drei Männer im Alter von 25, 26, und 28 Jahren in Amsterdam festgenommen worden. Sie werden demnach verdächtigt, in den internationalen Terrorismus verwickelt zu sein. Nach Behördenangaben beantragte Belgien ihre Auslieferung. Die jetzigen Fahndungserfolge sind offenbar eine Folge von Festnahmen zu Beginn des Jahres in Spanien, Marokko und Saudi-Arabien.

Eine Sprecherin des Nationalen Koordinators für Terrorismusbekämpfung in den Niederlanden sagte, zwischen den Festnahmen und der Sorge vor einem Anschlag in der Bundesrepublik bestehe kein Zusammenhang. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hatte in den vergangenen Tagen verstärkt vor Terroranschlägen in Deutschland gewarnt. Am Montag hatte die Berliner Polizei ihre Sicherheitsmaßnahmen rund um den Reichstag drastisch verschärft. Die Kuppel wurde für Besucher gesperrt.

mmq/AFP/dapd

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tours732 23.11.2010
1. Islam ist Frieden, wenn es nur noch Muslime gibt! Und selbst dann nicht!
Es ist schon erschreckend wie die islamische Hydra immer wieder neue Häupter hervorbringt. Quer durch Europa gibt es mehr und mehr zu allem bereite muslimische Gläubige, die keine Hemmungen haben sich einer grausamen Gewaltideologie zu unterwerfen, und die keinen Respekt vor dem Leben anderer Menschen haben. Dass es zu Anschlagsplänen gegen belgische Ziele gekommen ist, verwundert mich überhaupt nicht. Nicht nur dass grosse Städte wie Brüssel oder Antwerpen bereits in Teilen derart islamisiert sind, dass man als Europäer sich automatisch so fremd spürt als wäre man irgendwo in Asien. Nein auch das Burkaverbot, das in Belgien wie in Frankreich die "Ganzkörperstoffkäfige" für Frauen untersagt, hat die vollgläubigen Muslime aufgebracht gegen eine "ungläubige" belgische Noch-Mehrheitsgesellschaft. Denn das ist ein Anschlag gegen die Identität der Sunna, die der Scharia entspringt. Nein der Terror der Jihadisten kommt genauso eindeutig aus dem Herzen des Islams, wie derselbe Islam ganz eindeutig kein Teil der Bundesrepublik ist, weil er Demokratie und Menschenrechte unter Schariavorbehalt stellt. Er ist zwar ganz eindeutig präsent in Deutschland und anderswo, aber er gehört ganz sicher nicht zu dem, was Deutschland zu Deutschland macht! Das was Sarrazin so treffend in seinem Buch beschrieb, wird in Stadtteilen wie Anderlecht sogar noch in den Schatten gestellt. Brüssel hat sich schon fast abgeschafft, wie ich bei Dutzenden Besuchen feststellen konnte. Und von Jahr zu Jahr wird es unangenehmer. Man merke sich: Für in Wort und Tat vollgläubige Muslime ist der Jihad solange Pflicht, wie der Westen nicht vernichtet ist. Und dabei gehen vollgläubige Muslime völlig konform zu ihrem Propheten. Das ist leider ein besonders trauriges Faktum. Positiv ist nur, dass viele Muslime nur halbherzige Muslime sind, die ihr Religion nicht haarklein leben und sich Allah eben nur teilweise unterwerfen. Zumindest solange sie in der Minderheit sind. Aber wehe der mehr oder weniger säkulare Muslim erlebt sein religiöses Erweckungserlebnis.
petermax 23.11.2010
2. Terrorgefahr in Belgien: Ermittler nehmen weitere Verdächtige fest
Die "3 R´s " sind lt. einer wissenschaftlichen US-Untersuchungen die Triebfedern der islamistischen Terroristen: Rache, Ruhm, Reaktion. Rache an den Ungläubigen/Westlern, Ruhm für die Märtyrerschaft (incl 12 Jungfrauen im Himmel), Reaktion des Westens. Mit dem bisherigen Anti-Terror-Kampf werden wir "keinen Blumentopf" mehr gewinnen. Vielmehr müssen die Geldquelen minimiert werden -z.B. Freigabe des Drogenhandels, um die Taliban/al Quaida finanziell aus zutrocknen (kein Geld für Waffenkäufe und IT-Technik) sowie Kontrolle der Ölgelder (damit die Wahabiten das wohltätige Sponsoring talibannaher Kreise minimieren). Das dafür freiwerdende Geld z.B. der Drogenbekämpfung sollte für Bildung und gezielte Entwicklungashilfe "vor Ort" eingesetzt werden (satte Leute sind im Durchschnitt keine Revolutionäre). Weiterhin: Zurückfahren der sensationsgeilen Berichterstattung durch die westlichen Medien. Der Verzicht auf steigende Auflagen/Einschaltquoten sollte uns dies im Eigeninteresse Wert sein. Aber, was predige ich hier, da doch schon Lenin sagte: "Der vorletzte Kapitalist liefert uns den Strick, damit wir den letzten hängen".-
Wasserkopfkamikaze 24.11.2010
3. Belgien
In Belgien ist Integration eh komplett fehlgeschlagen. In Bruessel gibt es Stadtteile in die sich nicht mal die Polizei reintraut. Dort regieren die Mullahs. Wenn man da mal ausversehen mit dem Auto reinfaehrt kommt man sich vor wie in Kabul. Faehrt man mit der U-Bahn, dann wundert man sich wo denn die "weissen" Belgier geblieben sind...Antwort: Wohnen seit Jahrzehnten nicht mehr in ihrer eigenen (heruntergekommenen) Hauptstadt. Es gibt ewig wohlmeinende Toleranzmenschen, die das als "colorful" und kulturellen Schmelztiegel bezeichnen. Also, der kulturelle Beitrag der auslaendischen Mitbuerger Bruessels beschraenkt sich groesstenteils auf Autoscheiben einschlagen um Navi zu stehlen, mit dem Messer im Bahnhof Leute zu bedrohen und sie auszurauben, Diebstahl von Koffern im Zug vom Flughafen in die Stadtmitte, Carjacking bei Tageslicht mit vorgehaltener Pistole, Abstechen von nichtsahndenden Diplomaten im europaeischen Viertel, Beleastigung von (weiblichen) Passanten, Einbruch, etc. Polizei macht in der Regel nix. Da ist auch nix mehr zu kitten, es sei denn man macht ein paar Jahrzehnte eiserne Hand wie Rudoplh Giuliani in New York. Der Begriff "Terrorist" kann in diesem Land sehr sehr weit gefasst werden.
capetownbe 24.11.2010
4. Total übertriebenes Bild
Zitat von WasserkopfkamikazeIn Belgien ist Integration eh komplett fehlgeschlagen. In Bruessel gibt es Stadtteile in die sich nicht mal die Polizei reintraut. Dort regieren die Mullahs. Wenn man da mal ausversehen mit dem Auto reinfaehrt kommt man sich vor wie in Kabul. Faehrt man mit der U-Bahn, dann wundert man sich wo denn die "weissen" Belgier geblieben sind...Antwort: Wohnen seit Jahrzehnten nicht mehr in ihrer eigenen (heruntergekommenen) Hauptstadt. Es gibt ewig wohlmeinende Toleranzmenschen, die das als "colorful" und kulturellen Schmelztiegel bezeichnen. Also, der kulturelle Beitrag der auslaendischen Mitbuerger Bruessels beschraenkt sich groesstenteils auf Autoscheiben einschlagen um Navi zu stehlen, mit dem Messer im Bahnhof Leute zu bedrohen und sie auszurauben, Diebstahl von Koffern im Zug vom Flughafen in die Stadtmitte, Carjacking bei Tageslicht mit vorgehaltener Pistole, Abstechen von nichtsahndenden Diplomaten im europaeischen Viertel, Beleastigung von (weiblichen) Passanten, Einbruch, etc. Polizei macht in der Regel nix. Da ist auch nix mehr zu kitten, es sei denn man macht ein paar Jahrzehnte eiserne Hand wie Rudoplh Giuliani in New York. Der Begriff "Terrorist" kann in diesem Land sehr sehr weit gefasst werden.
---------------------------------------------------------- Wir scheinen nicht in derselben Stadt zu leben. Ich wohne bereits seit zehn Jahren in Brüssel (in verschiedenen Vierteln) - Die Region Brüssel Hauptstadt zählt 19 Gemeinde (Stadtbezirke) von denen es vorwiegend in 3 Probleme gibt. Die Stadt zählt mittlerweile 1,1 Millionene Einwohner. Brüssel kennt das Problem vieler Grossstädte, das heisst Reich und Arm wohnen Seite bei Seite. Einerseits gibt es sehr reiche Stadtviertel mit Managern, Eurokraten, Anwälten, Ärzten usw. - zwei Kilometer weiter wohnene BEvölkerungsgruppen, die kaum einen Zugang zu Jobs haben und in "Müllschulen" der französischsprachigen Sozialisten zur Schule gingen. Ein weiteres Problem in Brüssel ist, das man um einen Job zu bekommen zumindest zweisprachig Französisch-Niederländisch sein muss. Vor allen Dingen letzteres ist bei vielen Jugendlichen (ob Ausländer oder belgischer Herkunft) ein Problem. Die Bipolarität dieser Grossstädte hat sich mir in vielen europäischen Städten erschlossen - waren sie schon einmal in Paris ausserhalb von Nanterre ? Waren sie bereits in den Aussenbezirken von London ? Waren sie bereits in den Aussenbezirken von Amsterdam oder Rotterdam ? Waren sie mal in Neu-Köln (Berlin) ?
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