Terrorgefahr in Israel Mossad befürchtet Anschlag an Silvester

Israels Geheimdienst Mossad warnt vor Terrorattacken an Silvester. Heilige Stätten, aber auch Kindergärten und Krankenhäuser könnten Zielscheibe von Attentätern werden.


Jerusalem - Es gebe Hinweise auf einen geplanten "nicht-konventionellen" Angriff, möglicherweise auf heilige Stätten, Kindergärten, Wohnungen oder Krankenhäuser, berichteten die Sicherheitsbehörden in Jerusalem. Die Polizei sei angewiesen worden, sich auf drei mögliche Szenarien vorzubereiten: auf zeitgleiche Selbstmordanschläge aus der Luft, auf dem Land oder von See aus. Der Mossad habe Erkenntnisse darüber, welches Szenario am wahrscheinlichsten sei, hieß es weiter. Diese Information solle aber aus Sicherheitsgründen nicht an die Polizei weitergegeben werden.

Die Terrorwarnungen stünden in Zusammenhang mit der Tötung eines Führers der militanten Organisation Islamischer Dschihad, Mekled Hameid, am Donnerstag im Gaza-Streifen. Durch den Luftangriff auf Hameid, hatte Verteidigungsminister Schaul Mofas gesagt, sei ein "Mega-Terroranschlag" verhindert worden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen besteht die Bedrohung jedoch nach wie vor. Polizeisprecher Gil Kleiman wollte zu den Angaben zunächst nicht Stellung nehmen.



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