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03. Juli 2014, 00:05 Uhr

Terrorgefahr

USA drängen auf schärfere Sicherheits-Checks an Flughäfen

Schon in den kommenden Tagen könnten an europäischen Flughäfen mehr Sicherheits-Checks für Passagiere in die USA greifen. Die US-Sicherheitsbehörden fürchten, dass Terroristen an Bomben bauen, die übliche Detektoren nicht finden.

Washington - Aus Sorge vor möglichen Bombenanschlägen wollen die USA die Kontrollen an ausländischen Flughäfen verstärken lassen. US-Heimatschutzminister Jeh Johnson begründete den Schritt am Mittwoch mit Erkenntnissen, wonach Extremisten an der Entwicklung neuer Sprengstoffe arbeiteten, die an Bord von Flugzeugen geschmuggelt werden könnten und sich nur schwer von den bisher gängigen Sicherheitsmaßnahmen aufspüren lassen.

Zu den betroffenen Flughäfen machte er zwar keine Angaben, einem Ministeriumsvertreter zufolge handelt es sich aber um Airports in Europa und im Nahen Osten.

Die USA würden "aktuelle und wichtige Informationen" mit ihren ausländischen Verbündeten teilen und sich mit der Luftfahrtindustrie beraten, hieß es in einer Mitteilung des Heimatschutzministeriums. Nach einer Beurteilung der Sicherheitsrisiken habe er die Verkehrssicherheitsbehörde damit beauftragt, die verschärften Vorkehrungen an den ausländischen Flughäfen durchzusetzen, erklärte Johnson. "Unnötige Behinderungen" für Flugreisende sollten dabei vermieden werden. "Erweiterte Sicherheitsmaßnahmen" könnten aber bereits in den kommenden Tagen "an bestimmten Flughäfen mit Direktflügen in die USA" greifen.

Die Verhandlungen über die erweiterten Checks liefen weitgehend vertraulich mit den betroffenen Regierungen, auch gewisse geplante Maßnahmen blieben geheim.

Nach Informationen des Senders ABC sollen Schuhe und elektronische Geräte von Passagieren genauer untersucht werden. Es gehe um "sichtbare und unsichtbare Maßnahmen", teilte Johnson mit.

mia/dpa/Reuters/AFP

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