Terrorismus Bin Laden kündigt Tötung von Franzosen an

Al-Qaida-Chef Osama bin Laden hat in einer Tonaufnahme konkrete Drohungen gegen Frankreich gerichtet. Er kündigte Vergeltung für das Engagement in Afghanistan und für das Burkaverbot an. Es handele sich um eine simple Gleichung: "Wenn ihr tötet, werdet ihr getötet." 
Osama Bin Laden: "Die Sicherheit der Franzosen hängt von einem Abzug aus Afghanistan ab"

Osama Bin Laden: "Die Sicherheit der Franzosen hängt von einem Abzug aus Afghanistan ab"

Foto: AP/ Al Jazeera

Osama Bin Laden

Afghanistan

Hamburg - hat in einer ihm zugeschriebenen Audiobotschaft den Abzug der französischen Truppen aus gefordert. Dies sei "das einzige Mittel", die Sicherheit Frankreichs zu schützen, heißt es in der Botschaft, die der arabische Fernsehsender al-Dschasira am Mittwoch in Auszügen ausstrahlte. Die Geiselnahme von fünf Franzosen, die sich seit September in der Gewalt des nordafrikanischen Ablegers des Terrornetzwerks (Aqmi) befinden, nannte Bin Laden gerechtfertigt.

"Wenn ihr Geiseln nehmt, nehmen wir Geiseln, wenn ihr unsere Sicherheit bedroht, bedrohen wir eure", heißt es in der als "Botschaft an das französische Volk" betitelten Tonbandaufnahme des Qaida-Chefs. Und er geht noch weiter: "Wenn ihr tötet, dann töten wir auch."

Frankreich

Qaida

Der gebürtige Saudi-Araber Bin Laden reagierte in dem Tondokument auch auf das jüngst in verhängte Burkaverbot. Wenn Frankreich das Kopftuch für Musliminnen verbiete, so der -Führer, dann habe sein Terrornetzwerk das Recht, darauf zu antworten.

Aqmi wird für Anschläge und Entführungen in Mauretanien, Algerien, Mali und im Niger verantwortlich gemacht. Im Juli ermordete die Gruppe einen im Niger verschleppten Franzosen, nachdem bei einem mauretanisch-französischen Militäreinsatz mindestens sechs al-Qaida-Anhänger getötet worden waren. Die Terrororganisation drohte danach mit Racheakten gegen Frankreich und Franzosen in der Region.

Gegenwärtig hält die Gruppe sieben Geiseln, darunter fünf Franzosen, im Grenzgebiet zwischen Mali und Algerien in der Wüste fest. In Afghanistan sind rund 3750 französische Soldaten stationiert.

Zuletzt hatte sich Bin Laden Anfang Oktober zu Wort gemeldet. Damals forderte der Chef der islamistischen Extremistengruppe zur Hilfe für die pakistanischen Hochwasseropfer auf. Es wird vermutet, dass sich Bin Laden im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan versteckt hält.

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