Terrorismus Durchsuchungen nach Anschlagsdrohung gegen US-Botschaft in Athen

Dreieinhalb Monate nach einem glimpflich verlaufenen Raketenangriff auf die amerikanische Botschaft in Athen hat es erneut eine Anschlagsdrohung gegen die US-Vertretung gegeben. Die Polizei durchsuchte mehrere Wohnungen.

Athen - Nach einem Bericht über einen möglichen Anschlag gegen die US-Botschaft in Athen hat die griechische Anti-Terror-Polizei heute Morgen mehrere Wohnungen in der Nähe des Gebäudes durchsucht. Die Sicherheitskräfte sperrten mehrere Straßen und verhörten elf Personen. Sprengstoff sei jedoch nicht gefunden worden, teilten die Behörden mit.

Nach Angaben des Ministeriums für öffentliche Ordnung hatte ein ausländischer Staatsbürger gestern Abend von einem eventuell geplanten Bombenanschlag gegen die Botschaft berichtet. Aus Polizeikreisen verlautete, bei den elf heute Verhörten handele es sich um irakische Einwanderer. Auch der Informant des Ministeriums sei Iraker. Nach einem Angriff auf die US-Botschaft im Januar wurden die Sicherheitsvorkehrungen um das Gebäude verstärkt.

Bei dem Anschlag, zu dem sich eine linksgerichtete griechische Organisation bekannte, wurde niemand verletzt. Eine kleine Panzerabwehrrakete war in das Gebäude der US-Botschaft eingeschlagen und explodiert. Es entstand geringer Sachschaden. Der Anschlag war der erste größere auf ein amerikanisches Ziel in Griechenland seit mehr als zehn Jahren.

phw/AP

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