Terrorismus Dutzende Verletzte bei Bombenanschlag in Spanien

Der Sprengsatz detonierte am frühen Morgen vor einer Polizeikaserne: Bei einem Anschlag in der nordspanischen Stadt Burgos sind Dutzende Menschen verletzt worden. Die starke Explosion löste Panik aus, angrenzende Häuser wurden schwer beschädigt.


Madrid - Der Anschlag ist am Mittwochmorgen in der Nähe einer Kaserne der Zivilgarde in Burgos im Norden des Landes verübt worden, berichtete der staatliche Rundfunk. Wie spanische Medien unter Berufung auf die Polizei meldeten, detonierte gegen 4 Uhr eine Autobombe direkt neben einem Gebäude der Guardia Civil.

Das Auto mit dem Sprengsatz sei hinter einem Haus abgestellt gewesen, in dem Angehörige der Polizeitruppe und ihre Familien schliefen, hieß es im Radiosender Cadena Ser. Der Sachschaden sei enorm, schrieb die Zeitung "El Mundo" im Internet.

Rettungskräfte sprachen von 46 Verletzten, 38 Personen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. "Es grenzt an ein Wunder, dass es nicht zu schwereren Verletzungen gekommen ist", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Sanitäter. Die starke Explosion habe Panik ausgelöst. Die meisten Opfer hätten Schnittwunden durch Glassplitter erlitten. "Alle Fenster wurden zerstört, der Schaden ist groß", sagte der Helfer weiter.

Die Zivilgarde ist ein bevorzugtes Anschlagsziel der baskischen Untergrundorganisation Eta. Diese weist normalerweise vor Anschlägen telefonisch auf Attentate hin - den Berichten zufolge sei jedoch zuvor kein Warnanruf eingegangen. Dennoch deute alles auf Eta hin, schrieb die Zeitung "El País".

amz/Reuters/dpa



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