Terrorismus El-Masri soll Tawhid-Mitglied gewesen sein

Der vom US-Geheimdienst CIA verschleppte Deutsch-Libanese el-Masri war einem Rundfunkbericht zufolge früher Mitglied der radikal-islamischen Tawhid-Gruppe - und machte sich damit bei den USA verdächtig.


Stuttgart - Khaled el-Masri habe die Mitgliedschaft in der später von den Sicherheitsbehörden als radikal-islamistisch eingestuften Gruppe 1985 als Grund für seinen Asylantrag in Deutschland angegeben, berichtete der Südwestrundfunk (SWR) unter Berufung auf el-Masris Anwalt Manfred Gnjidic. Ob dies nur ein vorgeschobener Asylgrund gewesen sei, wisse er nicht, sagte der Anwalt. Seitdem er in Deutschland lebe, sei el-Masri aber nicht mehr Mitglied der Organisation.

Der CIA hat el-Masri offenbar verdächtigt, mit der Terror-Organisation in Verbindung zu stehen. Der US-Geheimdienst habe seinen Mandanten nach dessen Entführung 2004 auch nach dieser islamistischen Gruppierung befragt, sagte Gnjidic.

El-Masri war nach eigenen Angaben Ende 2003 von der CIA nach Afghanistan verschleppt und erst Monate später wieder freigelassen worden. Der Fall hatte nach seinem Bekanntwerden eine heftige Diskussion über eine mögliche Mitverantwortung deutscher Sicherheitsbehörden ausgelöst.



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