Terrorismus Großbritannien will Hassprediger an USA ausliefern

Der in Großbritannien verurteilte Hassprediger Abu Hamza al-Masri kann voraussichtlich an die USA ausgeliefert werden. Das Innenministerium in London stimmte dem Antrag zu.


London - Der Hassprediger Abu Hamza al-Masri kann in den kommenden Wochen von Großbritannien in die USA geschickt werden. Das britische Innenministerium stimmte einem entsprechenden Antrag zu. Allerdings hat der gebürtige Ägypter zwei Wochen Zeit, um gegen die Entscheidung Beschwerde einzulegen.

Die USA verlangen die Auslieferung des 49-Jährigen, weil er im Staat Oregon ein Trainingslager für Terroristen errichtet haben und an Geiselnahmen im Jemen beteiligt gewesen sein soll. Zudem soll er Geld für die Ausbildung von Terroristen in Afghanistan beschafft haben.

Masri wurde vor zwei Jahren von einem Londoner Gericht wegen Aufrufs zum Mord und Anstiftung zum Rassenhass zu sieben Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde auch der Besitz von Schriftstücken zur Verherrlichung des Terrors vorgeworfen.

Der Geistliche war früher der Chefprediger in der Moschee im Londoner Stadtbezirk Finsbury Park. Ihm fehlen ein Auge und eine Hand, die er nach eigener Aussage in den achtziger Jahren während seines Kampfes gegen die sowjetischen Truppen in Afghanistan verlor.

als/AP



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