Terrorismus Interpol warnt vor Anschlag bei Olympia in Peking

Es klingt nach mehr als einer Routine-Warnung: Interpol nennt es "sehr wahrscheinlich", dass al-Qaida oder eine andere Terrorgruppe ein Attentat bei Olympia planen. Die Spiele in Peking stellten ein herausragendes Anschlagsziel dar.

Peking - Die Olympischen Spiele in Peking sollen zu einem Fest des Sports und der Völkerverständigung werden - aber bei Interpol sorgt man sich um die Sicherheit von Athleten und Besuchern: Es sei "sehr wahrscheinlich", dass al-Qaida oder eine andere Extremistengruppe ein Attentat in Peking plane, sagte Interpol-Chef Ronald Noble am Freitag zu Beginn einer Sicherheitskonferenz in Peking. Zudem seien gewaltsame Proteste und Störaktionen pro-tibetischer Demonstranten zu erwarten.

Die Olympischen Spiele seien gerade wegen ihrer symbolischen Strahlkraft und des weltweiten Publikums ein strategisch reizvolles Ziel für Extremisten, sagte Noble. "China wird seine Türen für Hunderttausende ausländische Besucher und Journalisten öffnen, und Milliarden Menschen werden das Ereignis im Fernsehen mitverfolgen." Dies würde bedeuten, dass Terroristen im Vorfeld der Spiele sich leichter einschleusen könnten und dass ein Olympia-Anschlag sofort globale Auswirkungen hätte.

Die chinesischen Sicherheitskräfte gehen gut drei Monate vor den Spielen bereits hart gegen Demonstranten und Aktivisten vor, die das Sportereignis stören könnten. Die Regierung in Peking wirft außerdem Uiguren im äußersten Westen des Landes vor, mit Hilfe von al-Qaida einen Anschlag zu planen. Die muslimisch geprägte Region strebt einen unabhängigen Staat namens Ostturkistan an.

flo/AP/Reuters

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