Terrorismus US-Bürger gesteht Todesdrohungen gegen "South Park"-Schöpfer

Im US-Bundesstaat Virginia hat ein US-Amerikaner gestanden, die somalische Schabab-Miliz zu unterstützen. Er gab auch zu, den Machern der erfolgreichen TV-Serie "South Park" mit dem Tod gedroht zu haben - weil sie angeblich den Propheten Mohammed beleidigten.


Alexandria - Im US-Bundesstaat Virginia hat sich ein 20-Jähriger für schuldig erklärt, die somalischen Schabab-Miliz unterstützt zu haben. Der US-Amerikaner räumte ein, er habe nach Somalia reisen und sich der al-Qaida nahestehenden Gruppe anschließen wollen. Außerdem gab er zu, im Internet Todesdrohungen gegen die Macher der Fernsehsendung "South Park" geäußert zu haben, weil sie seiner Ansicht nach den Propheten Mohammed beleidigt hatte.

Er habe zweimal versucht nach Somalia zu reisen, um sich dem Heiligen Krieg anzuschließen, gestand der Mann. Einmal sei dies nicht gelungen, weil seine Schwiegermutter den Pass seiner Frau nicht herausgeben wollte, beim zweiten Mal sei er nur bis zum JFK-Airport in New York gekommen, weil er bereits auf einer Flugverbotsliste gestanden habe. Die USA bewerten Schabab als Terrororganisation.

Dabei habe er mit seinem Sohn zuerst nach Uganda fliegen wollen, um weniger gefährlich zu wirken, sagte er. Außerdem gab der Mann zu, Propaganda für Schabab betrieben zu haben. Die Miliz wird von den USA als Terrororganisation bewertet. Dem Mann drohen bis zu 30 Jahre Haft. Aufgrund seines Geständnisses gelten 20 Jahre als wahrscheinliches Strafmaß. Die Strafverkündung wird für Februar erwartet.

hut/dapd



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