Terrorismus US-General sieht al-Qaida unter Handlungsdruck

Wenige Monate vor der US-Präsidentschaftswahl warnt der höchste General der amerikanischen Inlandsverteidigung vor der Möglichkeit eines Terroranschlags der al-Qaida. Die Organisation brauche einen neuen Coup, um ihre Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten.

Hamburg - Luftwaffen-General Gene Renuart, zuständig für die Verteidigung des amerikanischen Staatsgebiets, sprach ins Ungefähre. Es gebe derzeit keine konkreten Hinweise darauf, dass es im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen im November zu Anschlägen kommen könne. Doch es sei durchaus möglich, dass al-Qaida fiebriger als sonst daran arbeite, einen Terrorakt zu planen.

Dabei gehe es dem Netzwerk darum, nicht an Glaubwürdigkeit einzubüßen. Außerdem sei es Ziel der Terrorgruppe, weitere Anhänger zu rekrutieren. Renuart verwies auf die Anschläge von Madrid, am 11. März 2004: "Wir müssen nur nach Spanien schauen, dann wird klar, dass sie sicherlich willens sind, etwas zu unternehmen, womit sie die Wahlen deutlich beeinträchtigen können", so der General. "Ich denke, es wäre unklug, in unserer Wachsamkeit nachzulassen, weil wir meinen, wenn es heute keine glaubwürdige Drohung gibt, werde es auch in Zukunft keine geben."

Wenn eine Organisation wie al-Qaida ihre Glaubwürdigkeit erhalten und mehr Extremisten gewinnen wolle, müsse sie belastbare Ergebnisse vorweisen, sagte Renuart weiter. Daher könne es durchaus sein, dass al-Qaida Handlungsbedarf sehe. "Das sagt mir, sie unternehmen größere Anstrengungen."

Russ Knocke, Sprecher der Heimatschutzbehörde, sagte dazu: "Es bleibt dabei: Es gibt keine glaubhafte Information, dass es derzeit eine konkrete Bedrohung gibt."

asc

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