Terrorismus US-Regierung befürchtet neue Anschlagswelle

Die amerikanische Regierung fürchtet nach den jüngsten Drohbotschaften der al-Qaida-Führung offenbar eine neue Anschlagswelle. Die Terroranschläge in Kuwait und vor der Küste Jemens interpretieren amerikanische Experten Berichten zufolge als Vorboten einer neuen Serie von Gewaltakten.


Washington - Das berichtet die "New York Times" am Sonntag. Regierungsbeamte seien der Ansicht, dass sich die Terrorzellen des Netzwerks al-Qaida neu formiert hätten. Auslöser für die jüngsten Anschläge könnten die beiden Audiokassetten sein, die in der vergangenen Woche veröffentlicht worden seien und angeblich von al-Qaida-Chef Osama Bin Laden und dessen Stellvertreter Eiman El Sawahiri stammen. Beide hatten vor neuen Anschlägen gewarnt. Sawahiri verurteilte auf den Kassetten unter anderem die Kriegspläne der USA gegen den Irak.

"Der Anschlag auf die Soldaten in Kuwait und das Schiff vor Jemen, das könnten Vorboten weiterer Attacken sein", zitierte die Zeitung einen ranghohen Regierungsbeamten. "Wir halten dies für eine bedrohliche Entwicklung." Das Bundeskriminalamt FBI hatte in der vergangenen Woche alle 14.000 Dienststellen alarmiert und zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.



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