Neues Terrorvideo Schabab-Miliz wirbt mit Donald Trump um Rekruten

Mit seinen muslimfeindlichen Parolen ist US-Präsidentschaftsbewerber Trump laut Konkurrentin Clinton "der beste IS-Rekrutierer". Nun ist ein neues Terrorvideo aufgetaucht - inklusive Trumps umstrittener Rede.
Schabab-Kämpfer in Somalia (Archiv): Feindbild Donald Trump

Schabab-Kämpfer in Somalia (Archiv): Feindbild Donald Trump

Foto: AP/dpa

Die islamistische Terrormiliz Schabab hat ein neues Rekrutierungsvideo veröffentlicht. In dem 52 Minuten langen, professionell geschnittenen Film werden Verschwörungstheorien gegen die westliche Welt verbreitet und auch US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump wird angegriffen.

Der Streifen enthält bei Minute 10 mehrere Ausschnitte einer Rede Trumps Anfang Dezember. In ihr fordert der Republikaner ein komplettes Einreiseverbot für Muslime in die USA - "bis die Vertreter unseres Landes herausfinden können, was vor sich geht". Eingebettet in reichlich Propaganda will Schabab mit den Aussagen des US-Politikers und Milliardärs Muslime in den USA sowie in Afrika anlocken.

Genau das hatte die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton Trump wegen seiner Aussagen zuletzt vorgeworfen. Er sei der "beste Rekrutierer" der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS), sagte sie bei einer TV-Debatte. Die Extremisten würden dessen antimuslimische Reden in ihren Rekrutierungsvideos zeigen. Zumindest was die afrikanische Schabab-Miliz anbelangt hat Clinton nun also Recht behalten.

Weltweit veröffentlichen islamistische Terrororganisationen immer wieder Videos, mit denen sie etwa um Geld, Kämpfer, Waffen oder ideologischen Rückhalt werben. Außer auf der arabischen Halbinsel breiten sich auch in diversen Ländern Afrikas Islamistengruppen mithilfe dieser Technik aus. Der IS hatte sogar mehrfach brutale Filme von Enthauptungen veröffentlicht.

Die in Somalia aktive Schabab-Miliz hatte sich vor wenigen Jahren mit der Terrororganisation al-Qaida verbündet. Allein 2015 wird Schabab für zahlreiche schwere Terroranschläge verantwortlich gemacht - darunter für einen Angriff auf Soldaten der Afrikanischen Union, bei dem Dutzende Menschen starben, sowie für einen Anschlag auf eine Universität in Kenia, bei dem knapp 150 Studenten ums Leben kamen.

apr
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