Thailand Anschläge auf Botschaften und Tourismusziele geplant

In Thailand haben Sicherheitskräfte drei extremistische Muslime festgenommen. Sie sollen Anschläge auf Tourismuszentren in Bangkok und auf die diplomatischen Vertretungen Deutschlands und der USA vorbereitet haben.

Bangkok - Der stellvertretende Regierungschef Chavalit Yongchaiyudh sagte, zwei im Süden Thailands festgenommene Extremisten hätten gestanden, Attentate auf diplomatische Vertretungen und Sehenswürdigkeiten unter anderem in der Hauptstadt Bangkok vorbereitet zu haben. Im Visier der beiden und eines weiteren ebenfalls festgenommenen Mannes seien auch die Vertretungen Deutschlands und der USA gewesen, berichteten thailändische Zeitungen.

Einer der Verhafteten soll der Direktor einer islamischen Schule in der südlichen Provinz Narathiwat sein, ein weiterer dessen Sohn. Der dritte sei ein Arzt, der die Vorwürfe aber bestreite. Sie seien nach dem Hinweis eines hochrangigen Mitglieds der islamischen Extremistenorganisation Jemaah Islamiya festgenommen worden. Der Hinweisgeber war vergangenen Monat in Bangkok verhaftet worden, hieß es.

Im mehrheitlich buddhistischen Thailand lebt im äußersten Süden eine Minderheit von rund sechs Millionen Muslimen. Während der vergangenen drei Jahrzehnte hatte es vereinzelte gewaltsame Aktionen verschiedener militanter Muslimgruppen gegeben.

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