Theresa Mays Karriere in Bildern Premierministerin von Brexits Gnaden

Brexit, Brexit, Brexit: Kein anderes Thema beherrschte Theresa Mays Amtszeit als Premierministerin so sehr wie der Austritt aus der EU. Einst spülte er sie an die Macht - und nun bald aus dem Amt. Der Rückblick in Bildern.

Darren Staples/ REUTERS

Es ist ein Rücktritt wie eine Kapitulation: Theresa May gibt nach knapp drei Jahren ihr Amt als Parteichefin der Konservativen auf. Sie ist damit gescheitert, eine Mehrheit im Unterhaus für ihren Brexit-Deal zu bekommen. Sobald es einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin gibt, wird sie auch den Posten der Premierministerin räumen.

In ihrer politischen Karriere bewies May Ausdauer: Als erste Frau wurde sie im Jahr 2002 Chairman der Konservativen Partei, ein Amt, das dem deutschen Generalsekretär ähnelt. Anschließend war sie Schattenministerin der Opposition und schließlich Innenministerin unter David Cameron.

Dessen Brexit-Referendum im Sommer 2016 kostete ihn sein Amt als Premierminister. May wurde seine Nachfolgerin. Der Brexit bestimmte Mays Amtszeit. Lange herrschte Unklarheit darüber, wie sie den Austritt Großbritanniens aus der EU umsetzen würde. Ursprünglich eine Brexit-Gegnerin, schaffte sie es nie, EU-Kritiker und Proeuropäer zusammenzuführen.

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Theresa May: Die Karriere der Brexit-Premierministerin

Mays in Brüssel ausgehandelten Brexit-Vertrag lehnten die Abgeordneten des britischen Unterhauses dreimal ab. Es waren historische Pleiten für May. In den vergangenen Monaten verlor sie immer weiter an Rückhalt in den eigenen Reihen. Zwei Misstrauensvoten überstand sie zwar, doch den Brexit musste sie letztlich aufschieben, Ausgang ungewiss.

Nach jahrelangen Machtkämpfen in London und Brüssel scheitert May nun an dem Problem, das sie vor knapp drei Jahren auf ihren Posten als Premierministerin gebracht hat: dem Brexit. (Eine politische Bilanz ihrer Amtszeit lesen Sie hier.)

ire

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pythagoräische Bohne 08.06.2019
1. Den bisherigen Kommentaren nach zu urteilen
war ihre Tanzeinlage noch das, was von ihrer Gesamtperformance am ehesten in Erinnerung bleiben wird. Allerdings hat sie durch ihr roboterhaftes Wiederholen von Phrasen und ihrem Appeasement gegenüber allem und jedem, vor allem aber gegenüber der Parteirechten, den Karren erst richtig vor die Wand gefahren. Fast bis zum Schluss hat sie sich jedem Realismus verweigert. Sie bleibt somit einer der wenigen Menschen, die nie in ihrem Leben eine Analyse der Auswirkungen des Brexits durchgeführt haben, was in diesem Amt allerdings schwerwiegender ist als für den normalen Bürger. Auf dem Scherbenhaufen, den ihr Vorgänger hinterlassen hat, ist sie somit munter herumgetrampelt, ohne ihn jedoch zu beseitigen.
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