Nach May-Rücktritt in Großbritannien Auch Ex-Brexit-Minister Raab will Premier werden

Von Juli bis November 2018 sollte Dominic Raab im Auftrag von Regierungschefin Theresa May den Brexit regeln - das hat nicht so recht geklappt. Jetzt will er es noch einmal versuchen. Doch er hat viel Konkurrenz.
Dominic Raab

Dominic Raab

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Aus fünf Kandidaten für die Nachfolge der zurückgetretenen britischen Premierministerin Theresa May sind am Samstagabend sechs geworden. Auch Dominic Raab will seine ehemalige Chefin beerben. "Um den Brexit erfolgreich umzusetzen, braucht man Konzentration, Disziplin und Entschlossenheit", wird Raab in der "Mail on Sunday" zitiert. "Ich habe dazu die nötige Erfahrung."

Am 9. Juli 2018 hatte May den früheren Staatssekretär zum Brexit-Minister ernannt. Nur vier Monate später, am 15. November, trat Raab von dem Posten zurück, nachdem die Regierung einem Entwurf der EU-Kommission für ein Austrittsabkommen zugestimmt hatte.

Vor Raab hatten sich bereits der ehemalige Außenminister Boris Johnson, dessen Nachfolger Jeremy Hunt, die frühere Arbeitsministerin Esther McVey, Entwicklungshilfeminister Rory Stewart sowie Ex-Gesundheitsminister Matt Hancock für die May-Nachfolge in Stellung gebracht. Insgesamt werden etwa 20 Bewerber für das Auswahlverfahren erwartet, die Frist endet am 10. Juni.

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Dann werden zwei Kandidaten bestimmt, aus denen die konservativen Tories den künftigen Premierminister wählen. Als Favorit gilt Johnson, der eine erneute Verlängerung der Brexit-Frist über den 31. Oktober hinaus ausschließt.

mmm/rtr