Todesstrafe Iran richtet "Spion Israels" hin

Er saß seit 2008 in Haft, am Morgen wurde er vor seinem Gefängnis erhängt: In Iran ist ein Mann hingerichtet worden, dem das Regime Spionage für Israel vorwarf - er soll Tel Aviv mit Informationen über Militäranlagen und Waffentechnologie versorgt haben.


Teheran - Der Spion Ali Akbar Siadati sei am Dienstagmorgen im Gefängnis Evin in Teheran erhängt worden, hieß es in der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Siadati sei 2008 festgenommen worden, als er seine Flucht aus Iran vorbereitet habe, berichtete Irna.

Weiter hieß es, er habe Israel geheime Informationen über die militärischen Kapazitäten Irans, einschließlich Details zu Manövern, Stützpunkten, einsatzfähigen Kampfflugzeugen, militärischen Flügen, Militärflughäfen und Raketen weitergegeben. Wie der Mann sich die geheimen Informationen beschafft haben soll, ging aus dem Bericht nicht hervor.

Auf Reisen in die Türkei, nach Thailand oder in die Niederlande soll Siadati nach eigenen Angaben Verbindungsmänner vom israelischen Geheimdienst getroffen haben. Dabei habe er jeweils bis zu 7000 Dollar (5300 Euro) für seine Dienste erhalten, insgesamt rund 60.000 Dollar (45.000 Euro). Seit 2004 soll er für Israel tätig gewesen sein.

Auf Spionage steht in Iran die Todesstrafe. Zuletzt wurde im Jahr 2008 ein Mann als israelischer Spion hingerichtet.

itz/dapd

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ratxi 28.12.2010
1. Staatlich organisierte Tötungen...
Zitat von sysopEr saß seit 2008 in Haft, am Morgen wurde er vor seinem Gefängnis hingerichtet: In Iran ist ein Mann erhängt worden, dem das Regime Spionage für Israel vorwarf - er soll Tel Aviv mit Informationen über Militäranlagen und Waffentechnologie versorgt haben. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,736766,00.html
zeigen, wo die Menschheit steht. Vermutlich werden sich aber in diesem Fall wieder Staaten etwas weiter aus dem Fenster lehnen, die auch ihre eigenen Bürger töten.
data-x, 28.12.2010
2. Moharebeh (Feindschaft gegen Gott)
Revolutionsgericht setzt 26. Dezember für die Hinrichtung von Habibollah Latifi fest Habibollah Latifi ist Student an der Universität Eylam und kurdischer Aktivist. Er wurde im Oktober 2007 verhaftet und sitzt im Gefängnis von Sanandaj. Er beteiligte sich an einem Hungerstreik in Protest gegen die Hinrichtung von..... EILAKTION von Amnesty International http://www.amnesty.org/en/library/asset/MDE13/009/2010/en/a6330b0b-92fc-411a-a091-60d99fe45332/mde130092010en.html ONLINE-PETITION für Habibollah Latifi http://www.petitiononline.com/habib/petition.html Weitere Adressen und Musterbrief (Englisch) http://persian2english.com/?p=18019
Koltschak 28.12.2010
3. "Spion Israels"
Zitat von ratxizeigen, wo die Menschheit steht. Vermutlich werden sich aber in diesem Fall wieder Staaten etwas weiter aus dem Fenster lehnen, die auch ihre eigenen Bürger töten.
Nein, China und die USA werden das nicht tun! Und die verblödeten Deutschen melden sich nur, wenn in den USA jemand zum Tode verurteilt wird! Der Iran kann tun und lassen, was er will. Ein 16 Jahre altes Mädchen aufhängen. Bitte sehr - den Westen interessiert es überhaupt nicht! Die UNO kann einpacken. Der Menschenrechtsrat wird von todbringenden muslimischen Staaten beherrscht! Es ist an der Zeit einen neuen Völkerbund zu gründen. Einen, der sich nicht in die Politik einmischt, sondern sich ohne Vorbehalte nur um die Menschnerechte kümmert, welche ja im islamischen Raum auch nicht anerkannt werden! "Spion Israels", Kurde....mit dem Iran müsste jegliche wirtschaftliche Beziehung abgebrochen werden, jede!
tschort 28.12.2010
4. Geständnisse unter Folter sind juristisch fragwürdig
Nach Angaben von Amnesty International (AI) werden Verdächtige im Iran gefoltert. Wenn diese Angaben stimmen, würde ich einem in diesem Land gefällten Urteil sehr wenig Vertrauen schenken.
intenso1 28.12.2010
5. ...
Zitat von tschortNach Angaben von Amnesty International (AI) werden Verdächtige im Iran gefoltert. Wenn diese Angaben stimmen, würde ich einem in diesem Land gefällten Urteil sehr wenig Vertrauen schenken.
Schuldig oder Nicht-Schuldig können wir nicht einschätzen aber es sollte überall in jedem Staat die Todesstrafe abgeschafft werden. Bei Fehlurteile, die es überall gibt, ist eine Hinrichtung nicht mehr zu negieren. Aussagen unter Folter sind nicht glaubhaft, dass gilt nicht nur für den Iran, auch andere Staaten sollten dieses bedenken. Kein Gericht der Welt sollte solche Aussagen als Beweismittel würdigen. Vorausgesetzt die Gerichte sind frei in ihrer Entscheidung.
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