Todesurteil in Iran Menschenrechtsaktivisten bangen um Aschtiani

Tod durch Steinigung, so lautet das Urteil gegen die Iranerin Aschtiani - Menschenrechtler hatten die Vollstreckung für diesen Mittwoch befürchtet, aber offenbar ist die Uhrzeit für Hinrichtungen verstrichen. Die Sorge der Aktivisten bleibt: "Es kann immer passieren."

Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani: Wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt
AFP/ Amnesty International

Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani: Wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt


Berlin/Washington - Die zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani ist weiterhin am Leben. "Sie wurde heute nicht hingerichtet", sagte die in Deutschland lebende Sprecherin des Komitees gegen die Steinigung, Mina Ahadi, am Mittwoch unter Berufung auf ihre eigenen Quellen in Iran. Die Uhrzeit für die Hinrichtungen sei für diesen Mittwoch bereits verstrichen. "Aber die Gefahr bleibt. Es kann immer passieren", ergänzte sie.

Ahadi und französische Menschenrechtsaktivisten hatten am Dienstag die Besorgnis geäußert, die Hinrichtung Aschtianis könne unmittelbar bevorstehen. Den Angaben zufolge hat das Oberste Gericht in Teheran die Vollstreckung der Todesstrafe genehmigt.

Die US-Regierung verurteilte die möglicherweise unmittelbar bevorstehende Hinrichtung Aschtianis auf das Schärfste. Der Fall demonstriere die "fundamentale Missachtung der Menschenrechte und besonders der Frauenrechte durch die iranische Regierung", erklärte Präsidentensprecher Robert Gibbs am Dienstag in Washington. "Wir fordern die iranische Regierung auf, die Hinrichtung auszusetzen und Frau Aschtiani gerecht zu behandeln, so wie sie es verdient hat", hieß es in der Erklärung.

Aschtiani wurde nach iranischen Angaben im Jahr 2006 in zwei verschiedenen Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Im ersten Fall wurde sie wegen angeblicher Verwicklung in den Mord an ihrem Ehemann zum Tod durch den Strang verurteilt. Ein Berufungsgericht wandelte das Urteil 2007 in eine zehnjährige Haftstrafe um. Im zweiten Fall wurde sie wegen mehrfachen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt. Ihr Schicksal löste weltweit Empörung und Proteste aus. Im Juli wurde ihre Hinrichtung zunächst ausgesetzt.

hen/AFP

insgesamt 73 Beiträge
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Nonvaio01 03.11.2010
1. Gesetz ist Gesetz
Hallo, so ist das Gesetz im Iran nun einmal. Wenn man sich an die hiesigen Gesetzte haelt hat man nichts zu befuerchten. Wenn die Gesetzte fuer unakzeptabel haelt dann muss man nicht dahin gehen.
gagaberlin 03.11.2010
2. Unfassbar!
Zitat von Nonvaio01Hallo, so ist das Gesetz im Iran nun einmal. Wenn man sich an die hiesigen Gesetzte haelt hat man nichts zu befuerchten. Wenn die Gesetzte fuer unakzeptabel haelt dann muss man nicht dahin gehen.
Nach Ihrem Posting muss man Sie tatsächlich fragen, ob Sie ein Gesetz, das für Ehebruch den Tod durch Steinigung vorsieht für akzeptabel halten? Frau Ashtiani ist übrigens iranische Staatsbürgerin und keine Zugereiste und den grausamen, menschenverachtenden Schari'a Gesetzen ausgeliefert, ob sie will oder nicht.
hagolino 03.11.2010
3. Scherzkeks
Zitat von Nonvaio01Hallo, so ist das Gesetz im Iran nun einmal. Wenn man sich an die hiesigen Gesetzte haelt hat man nichts zu befuerchten. Wenn die Gesetzte fuer unakzeptabel haelt dann muss man nicht dahin gehen.
Sie sind ja ein lustiger Vogel... Wie leicht ist es denn, für einen einfachen Bürger, sein Heimatland zu verlassen - in finanzieller Hinsicht und im Hinblick auf seine sozialen Kontakte. Ein funktionierendes Rechtssystem ist ja wünschenswert, ab bitte ohne mittelalterliche Körper-/Todesstrafen!
brigitta b. 03.11.2010
4. ??
Zitat von Nonvaio01Hallo, so ist das Gesetz im Iran nun einmal. Wenn man sich an die hiesigen Gesetzte haelt hat man nichts zu befuerchten. Wenn die Gesetzte fuer unakzeptabel haelt dann muss man nicht dahin gehen.
Als Satire ist Ihr Beitrag unbrauchbar, sollte er ernst gemeint sein, einfach nur unmenschlich.
rba 03.11.2010
5. ...
Zitat von Nonvaio01Hallo, so ist das Gesetz im Iran nun einmal. Wenn man sich an die hiesigen Gesetzte haelt hat man nichts zu befuerchten. Wenn die Gesetzte fuer unakzeptabel haelt dann muss man nicht dahin gehen.
Jupp sehe ich auch so. Wird wohl auch Gesetze in Deutschland geben welche den Iranern nicht gefallen....
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