Geplünderte Waffenlager Dutzende Tote bei Explosion in libyschem Munitionsdepot

Bei der Plünderung eines Waffenlagers im Süden Libyens sind mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Anwohner und afrikanische Emigranten hätten versucht, an das Kupfer in der Munition zu kommen. Dann ereignete sich eine Explosion.


Tripolis - In Libyen sind bei einer Explosion in einem Munitionsdepot am Donnerstag mehr als 40 Menschen getötet worden. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, hieß es in Sicherheitskreisen. Zu dem Unglück nahe der südlibyschen Stadt Schaba sei es gekommen, nachdem zahlreiche Anwohner und afrikanische Emigranten versucht hätten, Munition zu stehlen. Eine Gruppe Unbekannter habe versucht, das Munitionslager in Brak al-Schati, 650 Kilometer südlich der Hauptstadt Tripolis, anzugreifen und damit die Explosion verursacht.

Das Staatsfernsehen berichtete, eine "Gruppe von Zivilisten" habe das Depot überfallen, um an das in der Munition verarbeitete Kupfer zu gelangen. Infolge der dadurch ausgelösten Explosionsserie habe es "Tote und Verletzte" gegeben.

Seit dem Sturz des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Oktober 2011 und der Plünderung seiner Waffenlager sind in dem nordafrikanischen Land zahlreiche Waffen im Umlauf.

mia/AFP/Reuters



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