Tote Journalistin in Ägypten "Habiba, bitte sag, dass es Dir gut geht"

Eine junge ägyptische Journalistin war bei den Muslimbrüdern, als das Militär die Protestlager in Kairo räumte. Ihrer Mutter schickte sie besorgte SMS, dokumentierte das Drama in der Hauptstadt. Plötzlich kamen keine Nachrichten mehr: Habiba war tot.

Ägyptische Journalistin Habiba Ahmed Abd al-Asis: "Gott, gib uns den Sieg."
Habiba Abd El Aziz

Ägyptische Journalistin Habiba Ahmed Abd al-Asis: "Gott, gib uns den Sieg."


Kairo - Mitten im Chaos von Kairo stand am Mittwoch Habiba Ahmed Abd al-Asis, 26 Jahre alt, Journalistin. Sie war auf Heimaturlaub in Ägypten, das wieder zum Schauplatz blutiger Gewalt geworden ist. Hunderte Menschen wurden am Mittwoch getötet, Tausende verletzt.

Habiba war schon am Morgen auf Kairos Straßen unterwegs, offenbar an der Seite der Muslimbrüder. Schon gegen 6 Uhr schrieb sie ihrer Mutter SMS aus Kairo. Die Nachrichten hat die Mutter nun der in Dubai erscheinenden Zeitung "The National" gezeigt. Sie dokumentieren die dramatischen Ereignisse in der ägyptischen Hauptstadt - und Habibas letzte Stunden.

Auf die Frage ihrer Mutter: "Sind dort viele Polizisten und Soldaten?" antwortete Habiba: "Ja, aber ihr Vorgehen könnte auch eine Art Nervenkrieg sein."

Gegen 7.30 Uhr fragte die Mutter: "Wie geht es dir?" Habibas Antwort: "Ich habe drei Sorten von Medikamenten genommen. Es ist sehr kalt hier, und ich zittere. Die Menschenmenge ist riesig und alarmiert. Bete für uns, Mutter."

Wenig später meldete sie sich wieder: "Ich werde bald zur Plattform gehen. Hier sind Panzer." Die Mutter schickt ihr per SMS ein Gebet. "Gott, gib uns den Sieg." Sie wusste nicht, dass es die letzte Nachricht ihrer Tochter sein würde.

Ihr Vater blieb unverletzt

Habiba Ahmed Abd al-Asis arbeitete als Journalistin für die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige "Xpress"-Zeitung, seit April 2012 hatte sie dort eine volle Stelle. In ihrer Heimat Ägypten war sie, um das Fest zum Ende des Ramadan - Eid al-Fitr - zu feiern.

Die junge Frau sympathisierte offenbar mit den Muslimbrüdern, das geht aus ihrer Facebook-Seite hervor. Offenbar hielt sie sich an dem Platz Rabaa al-Adawija auf, wo eines der Protestcamps geräumt wurde - mit brutaler Gewalt.

Kairo auf einen Blick: Die wichtigsten Schauplätze der vergangenen Tage
SPIEGEL ONLINE

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Die Muslimbrüder erklären, die Sicherheitskräfte hätten ohne Rücksicht auf Verluste friedliche Sit-ins niedergewalzt und mit scharfer Munition geschossen. Die Armee dagegen beschuldigt die Islamisten, sich der Räumung ihrer Camps mit Waffengewalt widersetzt und so das Blutvergießen ausgelöst zu haben. Die Wahrheit liegt dazwischen, allerdings sind Armee und Polizei wohl für die meisten Toten verantwortlich. Hunderte Menschen wurden getötet. Auch Habiba.

Ihre Mutter rief im Laufe des Tages immer wieder auf ihrem Handy an. Um 12.46 Uhr schrieb sie ihrer Tochter: "Habiba, bitte sag, dass es dir gut geht. Ich habe dich Tausende Male angerufen. Bitte, mein Schatz, ich bin furchtbar besorgt. Sag mir, wie es dir geht."

Als sie später noch einmal anrief, antwortete jemand und sagte ihr, die Tochter sei gestorben. Laut "Gulf News" soll sie am Rabaa-al-Adawija-Platz erschossen worden sein.

Die jüngere Schwester bestätigte das, ebenso wie den Austausch der Nachrichten. Die Familie will nun nach Kairo reisen. Habiba war offenbar mit ihrem Vater in Ägypten, der unverletzt blieb.

Die Redaktion von "Xpress" betont, die junge Frau sei privat in Kairo gewesen und sei nicht zur Berichterstattung entsendet worden. Der Chef von "Gulf News" - Schwesterzeitung von "Xpress" - sagte: "Es ist ein trauriger Tag für uns alle im Newsroom. Unsere Gedanken und Gebete sind bei Habibas Familie und Freunden. Möge Allah ihnen die Kraft geben, diesen tragischen Verlust zu ertragen." Ein anderer Kollege meint: "Es ist schwer zu glauben, dass sie von uns gegangen ist."

Augenzeugen berichten aus Ägypten
Nina Prasch

Nina Prasch
42, Leiterin des Büros der Hanns-Seidel-Stiftung in Kairo

Obwohl genau über dieses Szenario seit Wochen diskutiert wurde, brach die Gewalt überraschend los. Zuletzt schien es ja, als ob die Vernunft doch noch siegen könnte und Vertreter beider Seiten auf eine politische Lösung hinarbeiten würden. Dieser Hoffung wurde mit den Ereignissen nun eine erschreckend klare Absage erteilt. Was unsere tägliche Arbeit betrifft: Ich habe die Mitarbeiter früh nach Hause geschickt. Vor unserem Stiftungsbüro im Stadtteil Zamalek selbst war es zwar ruhig, aber man wusste überhaupt nicht, wann und wo die Gewalt noch eskalieren würde - die Lage war einfach unübersichtlich. Donnerstag haben wir zwar weitergearbeitet, aber es herrscht natürlich kein Alltag. Jedes Gespräch dreht sich um das Blutbad. Die meisten Gesprächspartner hier denken: Das war eine absolut vermeidbare Eskalation, denn es hätte die Chance zu Verhandlungen gegeben. Das macht die Ereignisse umso tragischer.

fab

S. Drabinski

Joachim Schroedel
59, Pfarrer in der Deutschsprachigen Katholischen Gemeinde Kairo

Wir haben keine Angst. Die Nacht war ruhig, der Morgen auch. Unsere Gemeinde liegt 500 Meter vom Tahrir-Platz entfernt. Es hat sicher Aggressionen gegeben, aber bei uns hat man nichts davon gemerkt. Wir haben die Gewaltausbrüche am Fernseher verfolgt.

Ich denke, die Gewalt ebbt so ab, wie sie hochgekocht ist. Dass Kirchen verwüstet wurden, ist schlimm. Aber das ist das letzte Aufbäumen der Mursi-Anhänger. Sie ernten die Früchte ihrer Verweigerungshaltung. Ich war in einem ihrer Lager in Nasr City und habe mich ins Mittelalter zurückversetzt gefühlt.

Über die Ausgangssperre sind wir froh. Wir empfinden das nicht als Bedrohung, sondern als Schutz. Die Leute hier wollen ein starkes Eingreifen des Staates; die Mursi-Anhänger demonstrieren ja nicht, sie üben nackte Gewalt aus.

Man muss in Ägypten vorsichtig sein. Es wird immer wieder zu Angriffen kommen. Aber deswegen schleiche ich nicht mit Tarnkappe durch die Gegend, ich gehe in der Soutane aus dem Haus. Ich bin wagemutig, vielleicht manchmal zu wagemutig.

ulz

Dorothea Reinicke

Dorothea Reinicke
55, arbeitet auf den Tauchsafari-Booten der "Seaqueen"-Flotte in Scharm al-Scheich

Gestern Abend gab es viel Verwirrung und Diskussionen auf Facebook, ob denn nun die Ausgangssperre auch für Scharm al-Scheich gilt. Ich hatte um 20 Uhr noch einen Termin im Krankenhaus und habe die Polizei gefragt, ob ich den wahrnehmen darf - das war in Ordnung. Es war viel weniger Verkehr als sonst, zu Fuß waren nur sehr wenige Leute unterwegs. Auch in der Shopping-Mall Mercato, wo sonst immer sehr viel los ist, waren kaum Menschen. Als ich mein Auto in der Bank Street parken wollte, war die abgesperrt. Dort sind sechs Banken, die Behörden haben Angst vor Überfällen, wie es sie hier nach der Revolution auch gab.

Ich weiß nicht, ob ich jemandem empfehlen würde, genau jetzt herzukommen. Wer sich nur im Hotel aufhalten oder zwei Wochen auf dem Tauchboot verbringen will, hat kein Problem. Aber wer beispielsweise gestern in eine Disco gehen wollte, konnte das nicht machen. Heute Abend sieht es allerdings schon wieder etwas anders aus - gerade habe ich erfahren, dass die Ausgangssperre in Scharm al-Scheich und Dahab aufgehoben wurde.

sto

Shoaib Sabri

Zachary Foster
28, US-Amerikaner, recherchiert in Kairo für seine Dissertation in Islamwissenschaften

Wir bekommen hier in unserem Apartment fast nichts mit. Die lokalen Medien berichten nicht neutral, es ist beinahe unmöglich herauszufinden, was genau passiert. In der vergangenen Nacht haben sich fast alle an die Ausgangssperre gehalten. Ich war um fünf Uhr morgens draußen, da war gar nichts los. Aber heute Nacht wird es anders, glaube ich. Jeder, der auch nur im Entferntesten mit der Muslimbruderschaft oder mit den Opfern sympathisiert, wird heute Abend und heute Nacht auf die Straßen gehen.

lgr

Leoni AG

Bernd Buhmann
49, Sprecher des Nürnberger Automobilzulieferers Leoni

Wir produzieren in Ägypten an drei Standorten mit 4500 Mitarbeitern, die meisten in Kairo. Unsere Produktion läuft weiter, aber wir mussten sie umorganisieren: Statt drei gibt es nur noch zwei Schichten, eine davon geht von sieben Uhr abends bis sieben Uhr morgens - damit wir die Ausgangssperre einhalten. Die Sicherheitslage ist okay, uns hilft, dass wir in einer bewachten Industriezone arbeiten. Die Schwierigkeit besteht darin, die Leute ins Werk zu bekommen, es gibt für sie eigene Busse. Frauen kommen wegen der aktuellen Lage jedoch gar nicht zur Arbeit. Wir haben aus Zeiten der Revolution schon Erfahrung mit solchen Situationen - und haben Waren für zwei Wochen vorproduziert. Normalerweise verschiffen wir nach Europa, aber im Moment ist kein Betrieb im Hafen. Notfalls ziehen wir auch Frachtflüge in Erwägung.

dab

dahab-diveparadise.com

Harald Hess
56, Betreiber der Tauchschule Dive Paradise in Dahab am Roten Meer

Hier ist alles völlig ruhig. Ein Mitarbeiter von mir hat gestern den obersten Polizeichef persönlich gefragt, wie das mit der Ausgangssperre ist: Innerhalb des Ortes war es überhaupt kein Problem, abends unterwegs zu sein und in ein Restaurant zu gehen, nur außerhalb galt die Sperre ab 19 Uhr. Wer hier in den letzten zwei Jahren keinen Fernseher und kein Internet gehabt hat, der hat von den Unruhen fast nichts mitbekommen. 2011 gab es mal Versorgungsengpässe bei Zigaretten. Und als Mursi abgesetzt wurde, haben Leute ein paar Feuerwerksraketen abgeschossen. Wie es allerdings in den nächsten Wochen und Monaten wird, kann ich natürlich nicht vorhersehen.

sto

Shoaib Sabri

Sara Bergamaschi
28, Italienerin, arbeitet mit einem Uno-Fellowship für eine Entwicklungshilfeorganisation in Kairo

Ich wohne an einer großen Kreuzung, ungefähr zwei Kilometer vom Tahrir-Platz entfernt. Normalerweise ist hier immer sehr viel Verkehr. Von gestern Nacht bis heute Vormittag waren die Straßen fast menschenleer, mehrere Panzer waren aufgefahren, ansonsten war es ungewöhnlich still. Jetzt sehe ich wieder ein paar Leute auf der Straße, ich selbst war gestern noch im Supermarkt um die Ecke. Angst habe ich nicht. Wenn man nicht gerade dorthin geht, wo gerade Proteste sind, ist es eigentlich nicht gefährlich draußen. Trotzdem dürfen wir seit gestern nicht zur Arbeit gehen. So sind die Vorschriften der internationalen Organisationen. Ich hoffe nur, dass wir nicht evakuiert werden müssen. Mein Chef klang heute etwas besorgt am Telefon. Ich habe viele ägyptische Freunde, die liefern sich gerade auf Facebook eine regelrechte Propagandaschlacht, keine Ahnung, was davon stimmt und was nicht. Viele wollen heute Abend trotz Ausgangssperre rausgehen. Ich würde auch gern sehen, was los ist. Aber ich werde aufgrund der Sicherheitslage zu Hause bleiben.

lgr

Privat

Ronald Meinardus
57 Jahre, Leiter des Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung in Kairo

In meinem Wohnviertel haben die Muslimbrüder nun ein neues Lager errichtet. Da hörte ich nachts Schüsse, Schlachtrufe. Das hat mich gewundert, denn eigentlich herrscht ja die Ausgangssperre. Und man sieht, diesen Anblick gab es lange nicht, Menschen in Zivil mit schweren Waffen: Die Geheimpolizei tritt in Vierteln wie unserem, wo es viele Botschaften gibt, wieder in Erscheinung. Ich habe eine besondere Beziehung zu Ägypten, ich fühle unheimliches Entsetzen über die Geschehnisse. Denn ich habe die Ägypter, auch wenn das etwas stereotyp klingt, immer als sehr gutmütig wahrgenommen. Szenen wie die gestern hätte ich nie für möglich gehalten. Wenn es weiter zu Ausschreitungen kommt, fürchte ich eine Gewaltspirale, die sich immer schneller dreht. Verhandlungen sind im Moment unmöglich, es gibt keine neutrale Instanz mehr. Das Land befindet sich in Schockstarre. Bis wieder ein Dialog stattfinden kann, werden noch Tage, wenn nicht Wochen vergehen.

fab

Symrise AG

Bernhard Kott
53, Sprecher des Holzmindener Duftherstellers Symrise

Von unseren rund hundert Leuten in Ägypten ist keiner in die Unruhen gekommen - da sind wir sehr froh drüber. Unsere Produktion am Rande von Kairo ist derzeit nicht beeinträchtigt. Aber wir haben sie in den vergangenen Wochen schon häufiger früher oder ganz geschlossen, wenn die Proteste zu stark waren. Seit heute Mittag sind unsere Mitarbeiter im arabischen Wochenende, jetzt beobachten wir die Lage und entscheiden dann, ob wir am Sonntag weitermachen. Sollte die Sicherheit unserer Angestellten auf dem Weg zur Arbeit beeinträchtigt sein, werden wir nicht öffnen.

dab

james-mac.com

Michael Kalb
Basisleiter am James & Mac Diving Center in Hurghada

Gestern gab es hier Demonstrationen von Mursi-Anhängern, einige Autoreifen und Müllcontainer haben gebrannt. Das war allerdings nicht in den Straßen, wo die Hotels sind. Direkt bekommen die Urlauber also nichts davon mit. Doch jeder merkt, dass die Stimmung bei den Ägyptern gedrückt ist. Die meisten sehen die Gewalteskalation sehr kritisch, weil sie vom Tourismus leben und nicht wollen, dass weniger Urlauber kommen. In den letzten zwei Tagen bekamen wir verstärkt E-Mails von verunsicherten Menschen, die gerade eine Ägypten-Reise planen. Auf unserer Webseite haben wir einen Blog, in dem wir Fragen beantworten.

sto

kgp



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Seite 1
kannmanauchsosehen 15.08.2013
1. Stöhn ...
Zitat von sysopHabiba Abd El AzizEine junge ägyptische Journalistin war bei den Muslimbrüdern, als das Militär die Protestlager in Kairo räumte. Ihrer Mutter schickte sie besorgte SMS, dokumentierte das Drama in der Hauptstadt. Plötzlich kamen keine Nachrichten mehr: Habiba war tot. http://www.spiegel.de/politik/ausland/tote-journalistin-habiba-abd-al-asis-sms-nachrichten-mit-der-mutter-a-916694.html
Aller halben Stunde eine rührselige Geschichte aus dem Umfeld der Muslimbrüder. Bei deren Opfern ist man nicht so ausführlich.
wibra 15.08.2013
2. Religion und demokratie
Zitat von sysopHabiba Abd El AzizEine junge ägyptische Journalistin war bei den Muslimbrüdern, als das Militär die Protestlager in Kairo räumte. Ihrer Mutter schickte sie besorgte SMS, dokumentierte das Drama in der Hauptstadt. Plötzlich kamen keine Nachrichten mehr: Habiba war tot. http://www.spiegel.de/politik/ausland/tote-journalistin-habiba-abd-al-asis-sms-nachrichten-mit-der-mutter-a-916694.html
wibra 15.08.2013
3. religion und demokratie
Unsere westliche(nicht alle) Politik ist gescheitert - für einigermaßen intelligente Menschen war das auch vorauszusehen - wer glaubt , oder noch schlimmer so handelt, also religiöse Gruppen könnten als als Demokratie-Verteidiger eingesetzt werden, wird immer grausam enttäuscht werden. Religion und Demokratie passen nicht zusammen. Die angeblichen Demokratien mit religiösen Parteien sind instabil und haben immer - einflussreiche Führer die religiöse, fundamentalistische, autoritäre und dogmatische Vorstellungen durchsetzen wollen - am Ende Diktaturen, die je nach Ausprägung von moderat bis zu den Praktiken reichen, die unsere heilige Kirche in ihrer unendlichen Güte bei den Katharern wallten ließ. Wir hätten uns aus den Krisen in den muslimischen Staaten wie Libyen, Syrien, Ägypten etc. heraushalten sollen, oder nur gezielt die Kräfte der Säkularisation unterstützen dürfen. Jetzt ist mehr kaputt gemacht worden als bereist kaputt war, mehr Leid als vorher, mehr Gewalt als früher, weniger Freiheit und Demokratie als noch vor wenigen Jahren. Man lässt sich nicht mit dem Pelzebub ein um den Satan zu vertreiben. Das gleiche wird auch in der Türkei passieren, hier ist Erdogan auf den Weg in die religiöse Diktatur. Und Merkel hat immer mitgemacht, warum eigentlich, weil auch sie - wie die anderen ihren Pakt mit den religiösen Gruppen aus dem eigenen Land haben und pflegen. Denken wir nur an den letzten Papst, alles andere als ein Demokrat, ein Mann mit Ansichten und Vorstellungen die näher am Mittelalter waren als an irgend einer Idee er Aufklärung, und wie haben wir diesem reaktionären klerikalem Papst zugejubelt, .. Unsere Herablassung gegen die rechten Verführer in unserem oder anderen europäischen Ländern ist nichts als lächerliches Gehabe ohne inhaltliche Substanz, Und die Verarsche geht weiter, jetzt sind es auf einmal die armen Muslimbrüder, die es zu schützen gilt. Schützt endlich unsere Demokratie, da gibt es viel zu tun, schützt endlich die Werte aus der Aufklärung, der Französischen Revolution, der Gründerväter der USA, und haltet die Religionen aus allen wichtigen Themen der Demokratie und der Menschenrechte raus sonst ist die Demokratie bald zu Ende, ein Krüppel ist sie bereits, wem nützt das, zunächst den Konservativen, denen die das Geld haben, denen die regieren, am Ende nur denen, die im innersten die Demokratie hassen....
Emil Katschinky 15.08.2013
4. In eigener Sache
immer, wenn ein Journalist ums Leben kommt, wird daraus eine große Nummer gemacht. Warum schreibt SPON nicht über den Buchhalter, der getötet wurde oder einen der Polizisten? Da gibt es doch viel bessere Geschichten: Der Polizist, der mit den Muslimbrüdern sympathisiert, aus Pflichtgefühl heraus seinen Dienst antritt und von seinen Freunden getötet wird...
Kohle&Reibach 15.08.2013
5. Was das Militär da abzieht
Zitat von sysopHabiba Abd El AzizEine junge ägyptische Journalistin war bei den Muslimbrüdern, als das Militär die Protestlager in Kairo räumte. Ihrer Mutter schickte sie besorgte SMS, dokumentierte das Drama in der Hauptstadt. Plötzlich kamen keine Nachrichten mehr: Habiba war tot. http://www.spiegel.de/politik/ausland/tote-journalistin-habiba-abd-al-asis-sms-nachrichten-mit-der-mutter-a-916694.html
ist ganz "gewöhnliches" Morden. Das geht gar nicht. Mit Demokratie hat das nichts zu tun. Demokratie ist eh ein weites Feld und kann beliebig ausgelegt und mißbraucht werden. Es gibt immer Leute die unzufrieden sind da sie nicht am "Fressnapf" sitzen. Auch unsere Gesellschaft ist gespalten. Viele stehen mit der Faust in der Tasche da.
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