Treffen der Industriestaaten Bush lädt zum Finanzgipfel nach Washington

Wenige Tage nach der Präsidentschaftswahl in den USA treffen sich in Washington die Regierungschefs der 20 größten Industrieländer: Präsident Bush hat für den 15. November einen Weltfinanzgipfel anberaumt. Dort sollen Maßnahmen für die Überwindung der Krise besprochen werden.


Washington - Ob sein Nachfolger an dem Gipfel teilnehmen wird, ist unklar - sei es Barack Obama oder John McCain. Der amtierende US-Präsident George W. Bush jedenfalls lud am Mittwoch die 20 größten Industriestaaten (G20) zu einem Weltfinanzgipfel nach Washington. Termin ist der 15. November, elf Tage nach der Wahl von Bushs Nachfolger.

US-Präsident Bush will eine bessere Überwachung der Finanzmärkte
AFP

US-Präsident Bush will eine bessere Überwachung der Finanzmärkte

Dies teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, am Mittwoch in Washington mit. Beim Gipfel werde es vor allem um eine Analyse der Maßnahmen im Kampf gegen die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise gehen. Zudem sollen die notwendigen Reformmaßnahmen für eine bessere Überwachung der Finanzmärkte erörtert werden, damit es nie wieder zu einem solchen Zusammenbruch von Banken kommen könne. Bush habe die Staats- und Regierungschefs telefonisch nach Washington eingeladen, sagte Perino.

Das Gipfeltreffen war grundsätzlich am Samstag zwischen Bush und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und EU- Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Camp David im US- Bundesstaat Maryland vereinbart worden. Sarkozy begrüßte den Schritt. "Diesem ersten Gipfel werden andere folgen, um das internationale Finanzsystem neu zu gründen", betonte er. "Diese Gipfel werden auch die Lage der Weltwirtschaft sowie die Folgen der Krise für die Entwicklungsländer behandeln." Sarkozy hatte in Camp David gesagt, dass es darum gehe, gemeinsam "den Kapitalismus der Zukunft" aufzubauen. Barroso sagte: "Wir brauchen eine neue internationale Finanzordnung."

Eingeladen sind die Staats- und Regierungschefs aus Argentinien, Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Süd-Korea, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Süd-Afrika, Türkei, Großbritannien, die USA und die EU. Bush hat auch Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie die Spitzen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank zu dem Treffen dazu gebeten.

cht/dpa/AFP



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