Geplantes Treffen mit Kim USA wollen weiterhin Militärmanöver in Korea durchführen

CIA-Chef Pompeo hat Voraussetzungen genannt, die Nordkorea für ein Treffen zwischen Trump und Kim erfüllen müsse. Die USA sind zu keinen Zugeständnissen bereit.
CIA-Chef Mike Pompeo

CIA-Chef Mike Pompeo

Foto: SAUL LOEB/ AFP

Die USA wollen trotz des geplanten Treffens von Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un Militärmanöver auf der koreanischen Halbinsel durchführen. Als Voraussetzung für Gespräche mit Donald Trump müsse Kim unter anderem "weiterhin zulassen, dass wir unsere notwendigen Militärmanöver auf der Halbinsel abhalten", sagte CIA-Chef Mike Pompeo in der Sendung "Fox News Sunday" .

Als weitere Voraussetzung nannte Pompeo einen Stopp von Raketentests. Das hatte vorher bereits US-Finanzminister Steve Mnuchin angeführt. Zudem sagte der CIA-Direktor, Kim müsse sich für die Diskussion über eine Entnuklearisierung weiterhin offen zeigen, damit ein Gespräch mit Trump zustande komme. Im Vorfeld sprach Trumps Sprecherin Sarah Sanders bereits davon, dass das Treffen an die Einleitung überprüfbarer Schritte zur Denuklearisierung Nordkoreas geknüpft sei.

Trump hatte überraschend eine Einladung Kims zu einem Treffen angenommen und damit einen radikalen Kurswechsel der US-Politik gegenüber Nordkorea eingeleitet. Ort und Zeitpunkt des Treffens, das bis Ende Mai stattfinden soll, sind noch offen.

Pompeo: Geeigneter Zeitpunkt für Treffen

Die USA würden laut Pompeo keine Zugeständnisse machen und auch an Wirtschaftssanktionen im Vorfeld festhalten. "Präsident Trump macht das nicht als Schauveranstaltung. Er wird ein Problem lösen", sagte Pompeo dem Sender.

Für die CIA habe der Präsident den geeigneten Zeitpunkt gewählt, um Kim zu treffen. "Niemals zuvor waren die Nordkoreaner in einer Position, in der ihre Wirtschaft solchen Risiken ausgesetzt war und ihre Führung unter einem solchen Druck stand."

Kim Jong Un laut CIA rationaler Mensch

Zudem schätze die CIA Kim als einen rationalen Menschen ein. Auch Trump schlug in den vergangenen Tagen einen versöhnlichen Ton gegen die nordkoreanische Führung an und vollzog damit eine Kehrtwende: Zuvor hatte er Kim wahlweise als "Irren" oder "Raketen-Mann" bezeichnet.

Zuletzt postete er auf Twitter, dass er davon überzeugt sei, Nordkorea werde sich an Absprachen halten:

Am Samstag hatte Trump betont, bei einer Zusammenkunft könnte der "großartigste Deal für die Welt" geschlossen werden. Es könnte aber auch sein, dass er schnell wieder abreisen werde.

ans/Reuters