US-Präsident Trump nennt Nordkoreas Test "sehr feindlich und gefährlich für die USA"

Donald Trump reagiert auf den jüngsten Atomwaffentest Nordkoreas. Der US-Präsident nennt das Land eine große Bedrohung und einen Schurkenstaat - und kritisiert China und Südkorea.

US-Präsident Donald Trump im Oval Office des Weißen Hauses am 1. September
DPA

US-Präsident Donald Trump im Oval Office des Weißen Hauses am 1. September


US-Präsident Donald Trump wird noch am Sonntag mit seinem Sicherheitsteam über den jüngst erfolgten Atomwaffentest Nordkoreas beraten. Die Entwicklung werde sorgfältig beobachtet, teilte Trumps Sprecherin Sarah Sanders mit. Zudem bereitet die US-Regierung neue Sanktionen gegen das kommunistische Land vor. "Wer mit Nordkorea Geschäfte macht, wird keine mit uns machen können", sagte Finanzminister Steven Mnuchin dem Fernsehsender Fox News.

Als erste Reaktion auf den Atomwaffentest hatte Trump zuvor drei Botschaften auf dem Kurznachrichtendienst Twitter abgesetzt. Trump nennt den Test Nordkoreas zunächst "sehr feindlich und gefährlich" für die USA.

Die zweite Botschaft des US-Präsidenten richtet sich an Nordkoreas Nachbarn und Verbündeten China. Trump schreibt: "Nordkorea ist ein Schurkenstaat, der zu einer großen Bedrohung und für China zu einer Blamage geworden ist." Die Volksrepublikversuche zwar, im Nordkorea-Konflikt zu helfen, habe aber wenig Erfolg. Aber auch Südkorea ist das Ziel von Kritik Trumps. Das Land werde feststellen, dass seine Politik des Appeasement nicht funktioniere. Nordkorea verstehe nur das eine.

Chinas Staatschef Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin haben am Rande des Brics-Gipfels in Xiamen über die neue Entwicklung beraten. Beide seien sich einig, darauf angemessen zu reagieren und dafür in engem Kontakt zu bleiben, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Bereits zuvor hatten sowohl China als auch Russland den Atomtest deutlich verurteilt - ebenso wie zahlreiche Regierungen und Institutionen weltweit, darunter Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Nordkorea hatte am Morgen die "erfolgreiche" Zündung einer Wasserstoffbombe gemeldet. Der Test habe eine "beispiellose Kraft" entfaltet und sei ein "absoluter Erfolg" gewesen, berichtete das nordkoreanische Staatsfernsehen. Mit dieser Bombe könne das Land auch eine Langstreckenrakete bestücken, hieß es in dem Bericht.

Anmerkung: In einer früheren Version des Textes hieß es, Trump werfe China vor, dem Regime in Nordkorea helfen zu wollen. Dabei ist uns ein Übersetzungsfehler unterlaufen. Wir haben das entsprechende Zitat korrigiert.

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insgesamt 29 Beiträge
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VGoj 03.09.2017
1. Warnende Beispiele...
sind nach wie vor Syrien, Lybien und der Irak. An diesen Staaten kann man 1 und 1 zusammenzählen was es bedeutet, ins Fadenkreuz der Grossmächte zu geraten, ohne sich eine adäquate Verteidigungskapazität vorzubehalten. Das mit den USA nicht gut Kirschen essen ist, zumal offiziell nur Waffenstilstand zwischen den beiden Staaten herrscht, werden Herr Kim und seine Berater sicher verstanden haben. Die daraus resultierende Paranoia wird in horrende Militärausgaben kanalisiert, was am Ende den Staat zum kollabieren bringen wird. So oder so...wenn die USA sich entschließen, NK tatsächlich in die Knie zwingen zu wollen, dann schaffen die das entweder militärische oder ökonomische.
Kastor 03.09.2017
2. Englisch lesen und verstehen. Note 6.
> Dabei wirft er der Volksrepublik vor, dem Regime im Nachbarland helfen zu wollen, allerdings ohne Erfolg. Nein, das tut er nicht. Im Originaltext lautet es: > North Korea is a rogue nation which has become a great threat and embarrassment to China, which is trying to help but with little success. Das Helfen bezieht sich auf die Versuche Chinas die Lage zu deeskalieren.
Atheist_Crusader 03.09.2017
3.
"Auch für Südkorea hat Trump Kritik parat. Das Land werde feststellen, dass seine Politik des Appeasement nicht funktioniere. Nordkorea verstehe nur das eine." Was genau schlägt der Herr denn vor? Südkorea leidet seit jahrzehnten am Hass des Nordens. Grenzzwischenfälle, gelegentliche Kleinstinvasionen irregulärer Truppen, Mordanschläge auf Politiker (auch im Ausland), Entführungen südkoreanischer Staatsbürger... Was genau soll der Süden denn bitte machen was er noch nicht versucht hat? Sich auch atomar bewaffnen? Den Norden zurückprovozieren?
alex260570 03.09.2017
4. so eine unsinnige Übersetzung
Der Rede des US Präsidenten. Eigentlich heißt es dass NK eine Gefahr und Blamage für China geworden ist. Und dass China versucht habe zu helfen (in Sachen Deescalation), dies aber wenig Erfolg hatte.
MiniDragon 03.09.2017
5. Für die USA gefährlich?
Trump nennt den Test Nordkoreas zunächst "sehr feindlich und gefährlich" für die USA. Hat er das wirklich gesagt?
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